Wieder mal Vorarlberg.

10 10 2010

Fussball, Österreich, Regionalliga West, neuer Ground
09.10.10 FC Höchst – SV Austria Salzburg
2:4 (2:3), 350 Zuschauer, Rheinaustadion, Höchst

Für den Samstag war mal wieder ein Auswärtsspiel der Salzburger Austria angesagt, welche sich momentan im Mittelfeld der Regionalliga West tummelt. Im vierten Auswärtsspiel in Vorarlberg sollten heute endlich die ersten Punkte in Ländle eingefahren werden.

Wie bereits beim Spiel in Wattens wurde auch in Höchst lange über eine Absage diskutiert, da man aus unerklärlichen Gründen Angst vor der Masse der eigentlich friedlichen Austria-Fans hatte. Da es in Wattens aber zu keinen Zwischenfällen kam fand das Spiel schliesslich im Rheinaustadion in Höchst, nur durch die Autobahn vom Sportplatz des FC St. Margrethen auf der Schweizer Seite getrennt statt.

Der Zuschaueraufmarsch hielt sich in Grenzen. Gerade mal 350 Zuschauer wollten das Heimspiel des noch punktelosen FC Höchst sehen. Darunter befanden sich rund 150 Salzburger in einem abgetrennten Gästebereich sowie eine stattliche Zahl Schweizer, Deutscher und Österreichischer Groundhopper.

Nach einer torreichen ersten Halbzeit und einem 90minütigen Support der Austrianer endete das Spiel schliesslich mit einem 4:2-Sieg der Violetten.

Fussball, Österreich, 3. Landesklasse VFV, neuer Ground
09.10.10 SC Austria Lustenau 1b – FC Klostertal
3:1 (0:1, ca. 40 Zuschauer, Rheinvorland-Spielplätze, Lustenau

Mittlerweile zu dritt (nebst Andrea gesellte sich noch der Bodenseehopper Philip dazu) fuhren wir unmittelbar nach dem Spiel zum Lustenauer Reichshofstadion. Allerdings war dieses Mal nicht das Stadion das Ziel, sondern die Rheinvorland-Spielplätze. Hierbei handelt es sich um die Nebenplätze des Stadions, welche in den Rheinauen hinter der Haupttribüne liegen. das spezielle am Spielort der 1b-Mannschaft des SC Austria Lustenau ist dass als „Zuschauertribüne“ die Gleise der Bahn der internationalen Rheinregulierung genutzt werden.

Die Partie der achten Spielklasse gegen den FC Klostertal war ziemlich unterhaltsam, der Zuschaueraufmrasch war jedoch wie erwartet nicht der Rede wert. Da Andrea auf der ganzen Tour das Schweizer Mobilfunknetz auf ihrem iPhone hatte suchte sie noch kurz die Adresse der Arena Alberschwende heraus. In diesem Freiluftground wollten wir eigentlich das Heimspiel des EHC Bregenzerwald sehen. Zum Glück erfuhren wir somit noch das das Spiel kurzfristig in die Lustenauer Rheinhalle verlegt wurde. Uns konnte dies egal sein, die Strecke war kürzer und ein neuer Ground wars auch. Für Philip blieb es somit jedoch bei nur einem neuen Ground, nämlich dem mittleren.

Eishockey, Österreich, Nationalliga, neuer Ground
09.10.10 EHC Bregenzerwald – ATSE Graz
4:2 (1:0, 2:1, 1:1), ca. 200 Zuschauer, Rheinhalle, Lustenau

In der Rheinhalle gönnten wir uns zuerst ein Abendessen bestehend aus Pommes Frites und Glühwein. Das Eisbahnrestaurant schaffte es dieses simple Mahl in einem gediegenen Ambiente und so liebevoll zubereitet zu servieren das man sich in einem edlen Restaurant wähnte.

Das Spiel der zweiten Spielklasse, der Nationalliga (die oberste rein Österreichische Liga) zwischen den „Wäldern“ und dem ATSE Graz fand vor 200 Zuschauern statt, wusste vom Niveau her aber durchaus zu gefallen. Und einen Penalty während dem Spiel sieht man auch nicht alle Tage. in unserem Fall waren es sogar zwei, beide Teams blieben jedoch ohne Erfolg. Das Spiel endete dank einem 4:2-Sieg mit den ersten Punkten für das Team aus Alberschwende.



Modernes Eishockey in Zug.

10 10 2010

Eishockey, Schweiz, National League A, neuer Ground
05.10.10 EV Zug – HC Lugano
3:2 n. V. (1:0, 0:1, 1:1), 5’855 Zuschauer, BOSSARD Arena, Zug

Nachdem sich in den obersten 2 Spielklassen der Schweizer Eishockeyliga betreffend Stadien ausser einigen Modernisierungen jahrelang nichts getan hat eröffnete der Innerschweizer Erstligist EV Zug diesen Sommer die neue BOSSARD Arena. Die alte Hertihalle wurde bereits nach Ende der letzten Saison dem Erdboden gleichgemacht.

Nun hiess es für mich also nach geschätzten 5 Jahren die obersten beiden Ligen wieder zu komplettieren. Auserwählt wurde dazu ein Dienstagabendspiel gegen den HC Lugano. Als ich dank der neuen Westumfahrung Zürich viel schneller als früher in Zug eintraf musste ich erst einmal feststellen dass auch die kostenlosen Parkplätze um das Herti-Areal Geschichte sind.

Für 25 Schweizer Franken kaufte ich mir schliesslich einen Stehplatz in der immer noch pubertierenden Zuger Kurve. Einfach unglaublich dass die Kids dort nie älter werden. Eine Personenkontrolle am Eingang gab es nicht. Lediglich ein älterer Herr der die Tickets kontrollierte war anwesend. Dafür ging das Einlassprozedre erfreulich speditiv vor sich.

In der Halle dann die Frage die mich heute noch beschäftigt: Bin ich hier in einer Eishalle oder einem Kinosaal? Die Jacke wurde gleich mal ausgezogen und der Pullover war eigentlich auch überflüssig. Hauptsache man ist stolz darauf dass die Halle energieffizient geheizt wird. Der Blick auf die Speise- bzw. Getränkekarte an den engen Verpflegungsständen war auch nicht gerade erfreulich. Da will man doch aller Ernstes 4.50 Sfr. für eine kleine Brezel, 5.50 Sfr. für ein Bier. Willkommen in der Zukunft, leider inzwischen auch beim Eishockey.

Der Gästeblock war gut gefüllt und in zwei Hälften geteilt. Gegen Ende des Spiels brach unter den Luganesi eine wüste Massenschlägerei aus, welche versehentlich kurz auf Grossleinwand gezeigt wurde. Da just in dem Moment der 2:2 Ausgleich für die Tessiner fiel hatte man sich aber ganz schnell wieder lieb.

Das Spiel endete schliesslich mit einem 3:2-Sieg der Zuger nach gut 30 Sekunden der Verlängerung. Auf die Frage eines Schülers welcher eine Umfrage im Auftrag des Hallenbetreibers machte, wie oft ich denn noch hierherkommen werde antwortete ich wie aus der Pistole geschossen: „Nie wieder!“.