Stadionperlen in der Nähe von Freising.

14 05 2019

Am Wochenende stand mal wieder ein besuch bei Sandra & Ralph in Freising auf dem Programm. Bei miesem Wetter wurden zwei recht ansehnliche Grounds abgehakt, wobei Schwaig sicher noch als Geheimtipp gehandelt werden dürfte. In der Flughafengemeinde hat man Ambitionen in Zukunft einige Klassen höher zu spielen.

Das Samstagsspiel beim TSV Eching war dann eher mau, wobei das Willi Widhopf-Stadion mit seiner alten Tribüne doch zu überzeugen wusste.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Oberbayern Nord, neuer Ground
11.05.19 TSV Eching – VfB Eichstätt 2
0:1 (0:0), ca. 100 Zuschauer, Willi Widhopf-Stadion, Eching

Fussball, Deutschland, Kreisliga 2 Donau/Isar, neuer Ground
12.05.19 FC Sportfreunde Schwaig – BC Attaching
3:2 (2:0), 120 Zuschauer, Sportplatz Schwaig, Oberding



FV Degerfelden – SV Karsau.

20 04 2019

Was geht in den Köpfen gewisser Vereinsverantwortlichen vor wenn sie über ein tolles Stadion verfügen, aber selbst bei knapp 25°C auf dem Plastiknebenplatz kicken? Das hat doch mit Fussball nichts mehr zu tun! In dem Sinne: Shame on you, FC 08 Bad Säckingen!

Als Alternative wurde kurzfristig mein inzwischen siebter Ground in Badisch Rheinfelden auserkoren, wo das Dorfderby zwischen Degerfelden und Karsau angesetzt war. Die Gastgeber konnten in den letzten 7 Partien nicht mehr gegen die Gäste gewinnen und auch heute gingen die Punkte nach Karsau.

Fussball, Deutschland, Kreisliga A Hochrhein, neuer Ground
20.04.19 FV Degerfelden – SV Karsau
0:2 (0:1), 150 Zuschauer, Sportplatz Degerfelden, Rheinfelden

Zu Spielbeginn zündeteten die Fans blauen Rauch, wobei unklar war zu wem das Grüppchen gehörte, denn beide Teams tragen blau im Logo. Das Heimteam trat zu Spielbeginn aber in gelb an. Offiziell 150 Zuschauer waren anwesend, ich hätte da aber nochmals 100 draufgepackt. 2.50 EUR kostete der Wegzoll, Nancy musste nichts bezahlen. Auch die Wurst vom Grill für 2.50 EUR schmeckte ganz ordentlich.

Als grosses Ärgernis des Abends stellte sich vor allem für die Gastgeber der etwas unglückliche Schiedsrichter heraus, welchen ich von früheren Spielen eigentlich als sehr solide kenne. Heute liess er sich jedoch auf viele unnötige Diskussionen ein und lag selten richtig mit seinen Entscheidungen. So kam es dann auch dass ein Spieler von Degerfelden innert Rekordzeit von knapp 5 Sekunden gleich 2 mal gelb wegen Reklamierens erhielt. Zu dem Zeitpunkt stand es bereits 0:1. Nun wachten die Degerfelder aber auf. Leider fiel dann doch noch das 0:2, woran es am Ende nichts mehr zu rütteln gab.

Auf dem Heimweg steuerten wir nochmals Bad Säckingen an, um uns im hübschen Stadtzentrum mit einem leckeren Gelato zu belohnen. Im Abendrot fand der Tag schliesslich sein Ende.



FC Sarnen – FC Altdorf.

19 04 2019

An Sarnen hatte ich eigentlich keine guten Erinnerungen: Als ich den alten Platz vor weit über 10 Jahren besucht hatte regnete es in Strömen. Nachdem 2011 der neue Rasenplatz mit Leichtathletikbahn eingeweiht wurde kam es immer wieder vor dass man trotz schönem Wetter auf dem alten spielte, weshalb ich einen erneuten Besuch immer wieder hinausgeschoben hatte. Bis gestern Abend.

Zusammen mit Nancy fuhren wir dem prächtigen Bergpanorama der Zentralschweiz entgegen und erreichten die Sportanlage Seefeld gerade noch früh genug um uns mit einer guten Schweinsbratwurst für 6 CHF zu stärken. Die Lage der Sportanlage ist traumhaft und bei gutem Wetter ist es hier natürlich auch einiges angenhmer als damals.

Fussball, Schweiz, Schweizer Cup 2. Vorrunde, neuer Ground
18.04.19 FC Sarnen – FC Altdorf
2:1 (1:1), ca. 120 Zuschauer, Regionale Sportanlage Seefeld, Sarnen

In der 2. Vorrunde des Schweizer Cup trafen die Gastgeber auf den FC Altdorf und gingen bereits nach 8. Minuten in Führung. Postwendend erfolgte aber der Ausgleich. Danach blieb es ruhig ehe rund 20 Minuten vor Schluss der Ball erneut im Tor der Gäste landete. Der Torschütze zog sich im Jubel kurz das Trikot über den Kopf und wurde darauf gleich vom Unparteiischen mit gelb-rot unter die Dusche geschickt. Es folgte eine weiter gelb-rote Karte gegen Altdorf, aber keine Tore mehr.

Der Eintritt schlug übrigens mit unverschämten 10 CHF zu Buche.



Strahlender Sonnenschein in Prag, Pilsen und Dresden.

6 03 2019

Bereits am Mittwoch nach Nancy’s endgültiger Ankunft in der Schweiz wurde wieder ein Flugzeug bestiegen um den Rest des einwöchigen Urlaubs mit etwas Sightseeing, Fussball, Eishockey und natürlich Pivo zu verbringen. Auserkorene erste Destination war die tschechische Hauptstadt Prag, welche wir mit dem britischen Billigvogel Easyjet ab Basel pünktlich und stressfrei erreichten.

Unser Hotel nahe des Wenzelplatzes wusste zu gefallen und sprengte trotzdem kein Loch ins Budget. Der erste Abend wurde bei einem landestypischen Essen und mit einem Spaziergang zur Moldau verbracht, während am Donnerstag die Stadt ausgiebig erkundet wurde. Für mich war es mein dritter Besuch in Prag, doch die Stadt ist immer wieder eine Reise wert.

Die zweite Station auf der Reise lag eine gute Zugstunde von Prag entfernt. In Plzeň (Pilsen) gibt es ebenfalls einiges zu entdecken. Gerne wären wir bereits am Vorabend zum Europa League-Spiel gegen Zagreb angereist, doch da keine Tickets in den freien Verkauf gingen und der Verein auf stur schaltete sparten wir uns die Mühe und entschieden uns für einen Tagesausflug. Das Zugticket kostete am Schalter 105 CZK (ca. 4.60 CHF) pro Weg und Person.

Nach einem kurzen Stadtbummel durch die kleine, aber hübsche Altstadt ging es direkt zur Brauerei. Das Pilsner Urquell war das erste nach Pilsner Brauart hergestellte Bier. Heute basiert fast jedes Lagerbier auf diesem Rezept. Die englischsprachige Tour dauerte gute 100 Minuten und kostete uns im Vorfeld 10 EUR pro Person. Nebst der riesigen Abfüllanlage mit einer Kapazität von 200’000 (!!!) Einheiten pro Stunde führte uns der symphatische Guide auch ins alte Sudhaus und in den historischen Untergrund der gigantischen Brauerei, wo wir ein frisches, unfiltriertes Bier direkt aus dem Fass kredenzt bekamen. Die Tour können wir jedem wärmstens empfehlen.

Nach einem Stopp zur Aufnahme von fester Nahrung führte uns der Weg ins Eishockeystadion, wo für uns Beide ein neuer Länderpunkt fallen sollte. Der HC Plzeň trat gegen die Piraten aus Chomutov an.

Eishockey, Tschechische Republik, ELH, neuer Ground und Länderpunkt
15.02.19 HC Plzen – Piráti Chomutov
4:5 n.P. (1:2, 2:2, 1:0 – 0:0), 6’335 Zuschauer, Zimní stadión mesta Plzne, Plzen

Das Eisstadion, welches inzwischen auch einen Sponsorennamen trägt, besticht durch seine ganz spezielle Architektur. Die Eintrittskarten gab es online für je 170 CZK (etwa 7.50 CHF). Das Spiel war gut besucht und die Stimmung ganz in Ordnung, die Sitze aber eng und unangenehm. Das Spiel wurde Schliesslich im Penaltyschiessen entschieden, mit dem besseren Ende für die Seeräuber.

Am Samstag war endlich Fussball in Prag angesagt. Ziel war der schöne, alte Gammelground Stadion Dolícek von den Bohemians. Die Karte gab es am Eingang für 150 CZK (ca. 6.60 CHF). Der halbe Liter Pivo schlug mit 30 CZK (ca. 1.30 CHF) zu Buche. Stimmungsmässig war die Partie ganz in Ordnung, es gab sogar etwas Pyro im Heimblock. Am Ende gingen jedoch die Gäste aus Olomouc als Sieger vom Platz. Für Nancy ist es bereits der 12. Länderpunkt.

Fussball, Tschechische Republik, 1. CFL, neuer Ground
16.02.19 FC Bohemians Praha 1905 – SK Sigma Olomouc
0:1 (0:1), 4’377 Zuschauer, Stadion Dolícek, Praha

Nach dem Spiel holten wir unser Gepäck im Hotel ab und liefen zum hlavní nádraží, dem Prager Hauptbahnhof. Weiter ging es aber nicht mit dem Zug, sondern mit dem Flixbus, welcher heute knapp 1 Stunde Verspätung hatte.

Kurz vor Mitternacht wurde der Hauptbahnhof in Dresden erreicht. Innert 10 Minuten wurden wir auf der Autobahn gleich 2 Passkontrollen unterzogen, wobei sch herausstellte dass unser Sitznachbar ebenfalls aus Taiwan stammte. Das Hotel wurde schnell erreicht und der Abend bei einem Schöfferhofer Weizen beendet.

Der letzte Tag der Tour startete früh. Auf die schnelle wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Dresdner Altstadt besichtigt, beim Bäcker gefrühstückt und mit einem Glühwein als Dessert zum Rudolf-Harbig-Stadion gelaufen.

Fussball, Deutschland, 2. Bundesliga, neuer Ground
17.02.19 SG Dynamo Dresden – SSV Jahn Regensburg
0:0 (0:0), 25’202 Zuschauer, Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden

Die Online-Tickets gab es für je 20 EUR. Die Plätze waren perfekt: Direkt an der Treppe und gleich beim WC bzw. Bierstand. Auch die Sicht im schönen Stadion war top. Die Eintrittskarte galt übrigens auch die ganze Zeit für den Nahverkehr, so mussten wir nicht einmal zum Flughafen ein Ticket lösen.

Leider tat sich Dynamo auch gegen Regensburg schwer und es reichte nur zu einem torlosen Unentschieden. Immerhin kamen wir in den Genuss eines Torjubels, auch wenn dieses aberkannt wurde. Die Stimmung war trotzdem gut, die Dynamo-Fans sind sicher etwas vom Besten dass Deutschland zu bieten hat. Aber auch Regensburg hat über 90 Minuten gut supportet.

Im Anschluss ging es direkt mit dem Tram weiter zum Eishockey. Die Dresdner Eislöwen warteten in der DEL 2 ebenfalls mit einem Heimspiel auf. 17 EUR waren hier am Eingang fällig.

Eishockey, Deutschland, DEL 2, neuer Ground
17.02.19 Dresdner Eislöwen – Deggendorfer SC
3:2 (0:0; 2:2; 1:0), 3’257 Zuschauer, Arena, Dresden

Von der Atmosphäre sicher nicht der Knaller, aber es gibt schlimmeres und die Halle kann sich eigentlich auch sehen lassen. Das Spiel war interessant und am Ende gab es den ersten Heimsieg der Tour.

Nun fand auch diese Reise ein Ende und so brachte und Easy Jet vom eher kleinen Flughafen Dresden International innert knapp 50 Minuten wieder nach Basel. Hier war noch etwas Trubel am Bahnhof, da kurz zuvor ein ICE entgleiste. Um Halb 1 nachts waren wir aber auch wieder daheim.



EHC Olten – EHC Kloten.

4 02 2019

Etwa einmal im Jahr statte ich dem altehrwürdigen Eisstadion im Oltner Kleinholz einen Besuch ab. Zum 85. Geburtstag des Vereins gab es einen 5:2-Heimsieg gegen den EHC Kloten und von beiden Fanlagern eine Choreo. Auch der Klotner Gästeblock war gut gefüllt und die Fans machten bereits auf dem Marsch vom Bahnhof zum Stadion mit Pyro auf sich aufmerksam.

Eishockey, Schweiz, Swiss League
02.02.19 EHC Olten – EHC Kloten
5:2 (2:0, 2:1, 1:1), 5’193 Zuschauer, Eisstadion Kleinholz, Olten



EHC Ilnau-Effretikon – SC Weinfelden.

12 01 2019
Irgendwie hatte ich im Kopf dass ich die alte, unüberdachte Kunsteisbahn im Sportzentrum Eselriet in Effretikon in den frühen 2000er-Jahren mal besucht hatte. Ein Blick ins Archiv: Computer sagt nein, nur zum Fussball. Also nichts wie hin. Inzwischen steht auch hier ein Neubau, welcher 2013 eröffnet wurde. Das Sportzentrum Eselriet liegt am südöstlichen Ende von Effretikon, direkt neben dem Sportplatz des örtlichen Fussballclubs. Obwohl eine ordentliche Anzahl Parkplätze rund um das weitläufige Areal zur Verfügung stehen musste ich meinen Rumänen auf dem Reserveparkplatz abstellen. Immerhin liess das Verkehrsaufkommen auf eine stattliche Zuschauerzahl hoffen.
Eishockey, Schweiz, 2. Liga, neuer Ground
12.01.19 EHC Illnau-Effretikon – SC Weinfelden
6:4 (4:1, 1:1, 1:2), 327 Zuschauer, Kunsteisbahn im Sportzentrum Eselriet, Illnau-Effretikon
Gemäss Website des EHC Illnau-Effretikon kostet der Eintritt zu den Spielen 10 CHF. Die Eislaufkasse am Eingang war jedoch nicht besetzt und auch sonst scherte sich niemand um ein Ticket. Tatsächlich hatten sich in der schönen, fast geschlossenen Eishalle eine ordentliche Anzahl Fans eingefunden, welche mehrheitlich dem Tabellendritten zujubelten. Aber auch die Gäste aus dem Thurgau waren vereinzelt zu lokalisieren, wenn auch nicht so lautstark wie die „Fanatics Effretikon“. Insgesamt 327 Zuschauer waren es offiziell, das sind mehr als doppelt so viele wie man bei anderen Vereinen in dieser Liga zählt!
Das Spiel war kurzweilig und phasenweise gehässig. Im Startdrittel konnte das Heimteam nach einem Rückstand mit 4:1 in Führung gehen, woran die Gäste hart zu beissen hatten. Die Mostinder gaben jedoch nicht auf, verkürzten zeitweise auf 5:3 und brachten die Gastgeber in der Schlussphase ordentlich ins Schwitzen. Am Ende reichte es aber nicht mehr und der EIE machte zumindest vorübergehend einen Sprung auf den zweiten Tabellenrang.
Auch die Verpflegung kann sich sehen lassen. Das ganze Catering wird von der tibetisch-schweizerischen Firma Sakutshang betrieben. Im Angebot gibt es eine grosse Auswahl an asiatische Speisen (12.50 CHF bis 17.50 CHF) aber auch sonst eine grosse Auswahl an bewährtem Fast Food. Zudem gibt es das lokale Bier Illauer Punt (3.3dl/4 CHF) sowie das eher unbekannte BR Bier (5dl/6CHF). Ich blieb allerdings beim Kaffee für 3.50 CHF.

 

 

 

 



Jahresauftakt beim EC Wil.

5 01 2019

Eigentlich war zur Jahreseröffnung ein Ausflug in den Westen des Landes geplant, doch das Geböck überredete mich zu einem Ausflug in den wilden Osten, genauer in die Kleinstadt Wil im Kanton St. Gallen.

Hier besuchte ich vor Jahren sowohl das marode Fussballstadion als auch die Bruchbude die als Eisstadion herhalten musste. Seither wurden beide dem Erdboden gleichgemacht und 2013 als Sportpark Bergholz neu gebaut. Das Fussballstadion vom FC Wil hatte ich bereits mit dem ersten Pflichtspiel besucht, nun war die schmucke Eishalle an der Reihe. Diese musste damals noch vor ihrer Eröffnung wegen eines Brandes bereits wieder renoviert werden.

Eishockey, Schweiz, 1. Liga, neuer Ground
05.01.19 EC Wil – Pikes EHC Oberthurgau
5:4 (1:1, 2:2, 2:1), 150 Zuschauer, Sportpark Bergholz, Wil

Trotz Neubau gefällt mir die Halle eigentlich recht gut, viele Zuschauer lockt sie aber dennoch nicht an. Nur 150 (gemäss Website, der Speaker verkündete 195) waren es trotz geographischer Nähe an diesem Abend, aktive Fans waren keine auszumachen.

12 CHF kostete der Eintritt, nicht wenig, aber offenbar inzwischen normal für ein Spiel der vierten Spielklasse. Kulinarisch wurde nur die Nussstange für 2.50 CHF probiert, nichts besonderes. Das Angebot beinhaltete aber auch Würste, Schnitzelbrot und Fleischkäsebrötchen.

Was das Geschehen auf dem Eis anging bekamen wir ordentlich was geboten. Während die Partie während den ganzen 60 Minuten komplett ausgeglichen war und kein Team mit mehr als einem Tor führte gelang den Gastgebern 5 Sekunden vor der Schlusssirene der Siegtreffer.



Für einen Kick nach Ungarn.

17 12 2018

Da uns Ralph in den frühen Morgenstunden bereits verlassen hatte führte der Weg nur noch für Oli und mich zum nächsten Kick. Dieser fand im kleinen Städtchen mit dem klingenden Namen Wieselburg-Ungarisch Altenburg statt, besser bekannt als Mosonmagyaróvár. Kurz nach dem Grenzübertritt von der Slowakei nach Ungarn steuerten wir aber erst einmal eine Csárdás an und gönnten uns ein leckeres Gulasch zum Frühstück.

Fussball, Ungarn, NBII, neuer Ground
09.12.18 Mosonmagyaróvári TE 1904 – Békéscsaba 1912 Előre SE
3:0 (1:0), 400 Zuschauer, Wittmann Antal park, Mosonmagyaróvár

Pünktlich trafen wir im Kleinststadion des Mosonmagyaróvári TE 1904 ein, zahlten brav die 1’700 HUF (ca. 6 CHF, gleich viel wie das Gulasch) und merkten dass unsere alten Forinth-Noten inzwischen wertlos sind.

„Trostlos“ ist eigentlich ein ganz guter Begriff dieses Spiel der zweithöchsten Spielkasse zu beschreiben. Die knapp 400 Zuschauer bestanden aus vorwiegend alten Herren und 7 gut bewachten Gästefans und die Ereignisse auf dem Rasen machten es uns schwer wach zu bleiben.

Im zweiten Spielumgang kam dann etwas Action ins Spiel, als der Gästetorhüter wohl ein Blackout hatte, aus dem Strafraum stürmte und sich mit einem brutalen Foul direkt rot holte. Viel passierte danach aber auch nicht mehr und so verliessen wir den Wittmann Antal park wieder Richtung Wien.

Am Schloss Belvedere ging endgültig wieder jeder seinen Weg, Oli zum Schlager Rapid gegen Sturm und ich auf ein paar Getränke mit einem alten Bekannten der in Wien wohnt. Nach einer geruhsamen Nacht in Schwechat flog mich die Morgenmaschine der SWISS, vollgepackt mit genervten Business-Leuten, pünktlich wieder nach Zürich und bereits um 9:00 Uhr gab es nochmals eine Mütze Schlaf im eigenen Bett.



Ein Abstecher nach Bratislava.

17 12 2018

Am Samstag wurde ich von Ralph und Oli in Schwechat abgeholt. Das Ziel lautete Bratislava. Die Hauptstadt der Slowakei liegt nicht einmal eine Stunde von Wien entfernt. Das etwas ausserhalb gelegene Hotel wurde schnell gefunden und mit Hilfe eine slowakischen Taxi-App wurde auch gleich ein vertrauenswürdiger Kutscher gefunden der uns zu den Stadien fuhr. Die wichtigsten liegen hier nämlich alle beieinander.

Mein letzter Besuch in Bratislava liegt rund 13 Jahre zurück. Damals wurde ich Zeuge des sensationellen 5:0-Sieg des FC Artmedia Petržalka gegen Celtic Glasgow in der Champions League-Qualifikation. Gespielt wurde damals im Štadión Tehelné pole, welches ebenso wie das eigentlich Stadion von Petržalka nicht mehr steht. Das neue Nationalstadion der Slowakei ist jedoch so gut wie fertig gestellt und daher sollte das Heimteam, ŠK Slovan Bratislava, heute zum voraussichtlich letzten Mal im ungeliebten Štadión Pasienky antreten.

Fussball, Slowakei, 1. Liga, neuer Ground
08.12.18 ŠK Slovan Bratislava – MŠK Žilina
5:2 (4:0), Štadión Pasienky, 1’370 Zuschauer, Bratislava

Die alte Schüssel ist ein Traum für jeden Liebhaber von gammligen Ostblock-Stadien! Hier hat sich vermutlich seit Jahrzehnten nichts verändert, ausser dass beim Einzug von Slovan die Sitzschalen getauscht wurden. Von den mächtigen Flutlichtmasten mit Coca Cola-Schiftzug über die riesige, verwitterte Anzeigetafel bis hin zu den ekligen Toiletten: Dieses Stadion erzählt Geschichten!

Leider finden die Fans von Slovan das ehemalige Stadion des inzwischen insolventen Konkurrenten Inter Bratislava nicht so toll und meiden es. Gerade mal 1’370 Zuseher kamen an diesem Samstagnachmittag. Wir wählten die Tickets für 6 EUR, hätten aber mit den billigsten Tickets die gleiche Bewegungsfreiheit gehabt. Die Halbe Pivo gabs für 1.50 EUR. Slovan fertigte Žilina gleich mit 5:2 ab und festigte die Leaderposition.

Nach einem Abstecher in die Beer Arena führte uns der Weg wieder zurück zu den Stadien, wo im neuen Eisstadion ein neuer Länderpunkt für uns alle und für mich eine Premiere in der Kontinental Hockey League stattfinden sollte. Der HC Slovan Bratislava spielt nämlich in der russischen Liga, an welcher Teams aus insgesamt 7 Ländern teilnehmen.

Eishockey, Slowakei, Kontinental Hockey League, neuer Ground und Länderpunkt
08.12.18 HC Slovan Bratislava – Ak Bars Kazan
1:2 (0:1, 1:0, 0:1), 7’076 Zuschauer, Zimný štadión Ondreja Nepelu, Bratislava

Leider war die schöne Halle nicht wirklich ausgelastet. Nett war es trotzdem und der Bierpreis im sonst teuer gewordenen Pressburg konnte mit 2 EUR auch akzeptiert werden. Im letzten Drittel waren jedoch bereits alle Kioske geschlossen.

Nach dem Spiel wurde noch der überteuerte, aber gut frequentierte Weihnachtsmarkt in der Altstadt besucht.



Eishockey in Wien.

17 12 2018

Nachdem ich die österreichische Hauptstadt mit dem Frühaufsteherflug der SWISS erreicht hatte (inklusive „last minute aircraft change“) gönnte ich mir erst einmal eine Runde Schlaf, ehe es am Abend in den Stadtteil Kagran ging.

Eishockey, Österreich, EBEL, neuer Ground
07.12.18 Vienna Capitals – KHL MedvešÄak Zagreb
5:0 (3:0, 1:0, 1:0), 4’100 Zuschauer, Albert-Schulz-Eishalle, Wien

Die Albert-Schultz-Eishalle hatte ich schon seit Jahren immer wieder vor mich her geschoben. Nun sollte es also endlich zu einem der zwei Heimspielen der Vienna Capitals innert 24 Stunden gehen. Für 18 EUR gab es wahlweise einen Sitz- oder Stehplatz, man kann sich in der modernen Arena aber ziemlich frei bewegen. Die Halbe Ottakringer schlug mit stolzen 4.10 EUR zu Buche.

Die Festspiele der Hauptstädter begannen erst kurz vor Ende des ersten Drittels. Am Ende gingen die Gäste aus Kroatien mit 0:5 unter, davon wurden sie insgesamt 4 Mal von Taylor Vause bezwungen ( 3 Mal innert 2 Minuten!). 4’100 Zuschauer fanden sich in der Eishalle ein, davon rund 70 aus Zagreb. Die Stimmung war ok. Die Caps sind nun Leader der internationalen EBEL.