EHC Ilnau-Effretikon – SC Weinfelden.

12 01 2019
Irgendwie hatte ich im Kopf dass ich die alte, unüberdachte Kunsteisbahn im Sportzentrum Eselriet in Effretikon in den frühen 2000er-Jahren mal besucht hatte. Ein Blick ins Archiv: Computer sagt nein, nur zum Fussball. Also nichts wie hin. Inzwischen steht auch hier ein Neubau, welcher 2013 eröffnet wurde. Das Sportzentrum Eselriet liegt am südöstlichen Ende von Effretikon, direkt neben dem Sportplatz des örtlichen Fussballclubs. Obwohl eine ordentliche Anzahl Parkplätze rund um das weitläufige Areal zur Verfügung stehen musste ich meinen Rumänen auf dem Reserveparkplatz abstellen. Immerhin liess das Verkehrsaufkommen auf eine stattliche Zuschauerzahl hoffen.
Eishockey, Schweiz, 2. Liga, neuer Ground
12.01.19 EHC Illnau-Effretikon – SC Weinfelden
6:4 (4:1, 1:1, 1:2), 327 Zuschauer, Kunsteisbahn im Sportzentrum Eselriet, Illnau-Effretikon
Gemäss Website des EHC Illnau-Effretikon kostet der Eintritt zu den Spielen 10 CHF. Die Eislaufkasse am Eingang war jedoch nicht besetzt und auch sonst scherte sich niemand um ein Ticket. Tatsächlich hatten sich in der schönen, fast geschlossenen Eishalle eine ordentliche Anzahl Fans eingefunden, welche mehrheitlich dem Tabellendritten zujubelten. Aber auch die Gäste aus dem Thurgau waren vereinzelt zu lokalisieren, wenn auch nicht so lautstark wie die „Fanatics Effretikon“. Insgesamt 327 Zuschauer waren es offiziell, das sind mehr als doppelt so viele wie man bei anderen Vereinen in dieser Liga zählt!
Das Spiel war kurzweilig und phasenweise gehässig. Im Startdrittel konnte das Heimteam nach einem Rückstand mit 4:1 in Führung gehen, woran die Gäste hart zu beissen hatten. Die Mostinder gaben jedoch nicht auf, verkürzten zeitweise auf 5:3 und brachten die Gastgeber in der Schlussphase ordentlich ins Schwitzen. Am Ende reichte es aber nicht mehr und der EIE machte zumindest vorübergehend einen Sprung auf den zweiten Tabellenrang.
Auch die Verpflegung kann sich sehen lassen. Das ganze Catering wird von der tibetisch-schweizerischen Firma Sakutshang betrieben. Im Angebot gibt es eine grosse Auswahl an asiatische Speisen (12.50 CHF bis 17.50 CHF) aber auch sonst eine grosse Auswahl an bewährtem Fast Food. Zudem gibt es das lokale Bier Illauer Punt (3.3dl/4 CHF) sowie das eher unbekannte BR Bier (5dl/6CHF). Ich blieb allerdings beim Kaffee für 3.50 CHF.

 

 

 

 



Jahresauftakt beim EC Wil.

5 01 2019

Eigentlich war zur Jahreseröffnung ein Ausflug in den Westen des Landes geplant, doch das Geböck überredete mich zu einem Ausflug in den wilden Osten, genauer in die Kleinstadt Wil im Kanton St. Gallen.

Hier besuchte ich vor Jahren sowohl das marode Fussballstadion als auch die Bruchbude die als Eisstadion herhalten musste. Seither wurden beide dem Erdboden gleichgemacht und 2013 als Sportpark Bergholz neu gebaut. Das Fussballstadion vom FC Wil hatte ich bereits mit dem ersten Pflichtspiel besucht, nun war die schmucke Eishalle an der Reihe. Diese musste damals noch vor ihrer Eröffnung wegen eines Brandes bereits wieder renoviert werden.

Eishockey, Schweiz, 1. Liga, neuer Ground
05.01.19 EC Wil – Pikes EHC Oberthurgau
5:4 (1:1, 2:2, 2:1), 150 Zuschauer, Sportpark Bergholz, Wil

Trotz Neubau gefällt mir die Halle eigentlich recht gut, viele Zuschauer lockt sie aber dennoch nicht an. Nur 150 (gemäss Website, der Speaker verkündete 195) waren es trotz geographischer Nähe an diesem Abend, aktive Fans waren keine auszumachen.

12 CHF kostete der Eintritt, nicht wenig, aber offenbar inzwischen normal für ein Spiel der vierten Spielklasse. Kulinarisch wurde nur die Nussstange für 2.50 CHF probiert, nichts besonderes. Das Angebot beinhaltete aber auch Würste, Schnitzelbrot und Fleischkäsebrötchen.

Was das Geschehen auf dem Eis anging bekamen wir ordentlich was geboten. Während die Partie während den ganzen 60 Minuten komplett ausgeglichen war und kein Team mit mehr als einem Tor führte gelang den Gastgebern 5 Sekunden vor der Schlusssirene der Siegtreffer.



Für einen Kick nach Ungarn.

17 12 2018

Da uns Ralph in den frühen Morgenstunden bereits verlassen hatte führte der Weg nur noch für Oli und mich zum nächsten Kick. Dieser fand im kleinen Städtchen mit dem klingenden Namen Wieselburg-Ungarisch Altenburg statt, besser bekannt als Mosonmagyaróvár. Kurz nach dem Grenzübertritt von der Slowakei nach Ungarn steuerten wir aber erst einmal eine Csárdás an und gönnten uns ein leckeres Gulasch zum Frühstück.

Fussball, Ungarn, NBII, neuer Ground
09.12.18 Mosonmagyaróvári TE 1904 – Békéscsaba 1912 Előre SE
3:0 (1:0), 400 Zuschauer, Wittmann Antal park, Mosonmagyaróvár

Pünktlich trafen wir im Kleinststadion des Mosonmagyaróvári TE 1904 ein, zahlten brav die 1’700 HUF (ca. 6 CHF, gleich viel wie das Gulasch) und merkten dass unsere alten Forinth-Noten inzwischen wertlos sind.

„Trostlos“ ist eigentlich ein ganz guter Begriff dieses Spiel der zweithöchsten Spielkasse zu beschreiben. Die knapp 400 Zuschauer bestanden aus vorwiegend alten Herren und 7 gut bewachten Gästefans und die Ereignisse auf dem Rasen machten es uns schwer wach zu bleiben.

Im zweiten Spielumgang kam dann etwas Action ins Spiel, als der Gästetorhüter wohl ein Blackout hatte, aus dem Strafraum stürmte und sich mit einem brutalen Foul direkt rot holte. Viel passierte danach aber auch nicht mehr und so verliessen wir den Wittmann Antal park wieder Richtung Wien.

Am Schloss Belvedere ging endgültig wieder jeder seinen Weg, Oli zum Schlager Rapid gegen Sturm und ich auf ein paar Getränke mit einem alten Bekannten der in Wien wohnt. Nach einer geruhsamen Nacht in Schwechat flog mich die Morgenmaschine der SWISS, vollgepackt mit genervten Business-Leuten, pünktlich wieder nach Zürich und bereits um 9:00 Uhr gab es nochmals eine Mütze Schlaf im eigenen Bett.



Ein Abstecher nach Bratislava.

17 12 2018

Am Samstag wurde ich von Ralph und Oli in Schwechat abgeholt. Das Ziel lautete Bratislava. Die Hauptstadt der Slowakei liegt nicht einmal eine Stunde von Wien entfernt. Das etwas ausserhalb gelegene Hotel wurde schnell gefunden und mit Hilfe eine slowakischen Taxi-App wurde auch gleich ein vertrauenswürdiger Kutscher gefunden der uns zu den Stadien fuhr. Die wichtigsten liegen hier nämlich alle beieinander.

Mein letzter Besuch in Bratislava liegt rund 13 Jahre zurück. Damals wurde ich Zeuge des sensationellen 5:0-Sieg des FC Artmedia Petržalka gegen Celtic Glasgow in der Champions League-Qualifikation. Gespielt wurde damals im Štadión Tehelné pole, welches ebenso wie das eigentlich Stadion von Petržalka nicht mehr steht. Das neue Nationalstadion der Slowakei ist jedoch so gut wie fertig gestellt und daher sollte das Heimteam, ŠK Slovan Bratislava, heute zum voraussichtlich letzten Mal im ungeliebten Štadión Pasienky antreten.

Fussball, Slowakei, 1. Liga, neuer Ground
08.12.18 ŠK Slovan Bratislava – MŠK Žilina
5:2 (4:0), Štadión Pasienky, 1’370 Zuschauer, Bratislava

Die alte Schüssel ist ein Traum für jeden Liebhaber von gammligen Ostblock-Stadien! Hier hat sich vermutlich seit Jahrzehnten nichts verändert, ausser dass beim Einzug von Slovan die Sitzschalen getauscht wurden. Von den mächtigen Flutlichtmasten mit Coca Cola-Schiftzug über die riesige, verwitterte Anzeigetafel bis hin zu den ekligen Toiletten: Dieses Stadion erzählt Geschichten!

Leider finden die Fans von Slovan das ehemalige Stadion des inzwischen insolventen Konkurrenten Inter Bratislava nicht so toll und meiden es. Gerade mal 1’370 Zuseher kamen an diesem Samstagnachmittag. Wir wählten die Tickets für 6 EUR, hätten aber mit den billigsten Tickets die gleiche Bewegungsfreiheit gehabt. Die Halbe Pivo gabs für 1.50 EUR. Slovan fertigte Žilina gleich mit 5:2 ab und festigte die Leaderposition.

Nach einem Abstecher in die Beer Arena führte uns der Weg wieder zurück zu den Stadien, wo im neuen Eisstadion ein neuer Länderpunkt für uns alle und für mich eine Premiere in der Kontinental Hockey League stattfinden sollte. Der HC Slovan Bratislava spielt nämlich in der russischen Liga, an welcher Teams aus insgesamt 7 Ländern teilnehmen.

Eishockey, Slowakei, Kontinental Hockey League, neuer Ground und Länderpunkt
08.12.18 HC Slovan Bratislava – Ak Bars Kazan
1:2 (0:1, 1:0, 0:1), 7’076 Zuschauer, Zimný štadión Ondreja Nepelu, Bratislava

Leider war die schöne Halle nicht wirklich ausgelastet. Nett war es trotzdem und der Bierpreis im sonst teuer gewordenen Pressburg konnte mit 2 EUR auch akzeptiert werden. Im letzten Drittel waren jedoch bereits alle Kioske geschlossen.

Nach dem Spiel wurde noch der überteuerte, aber gut frequentierte Weihnachtsmarkt in der Altstadt besucht.



Eishockey in Wien.

17 12 2018

Nachdem ich die österreichische Hauptstadt mit dem Frühaufsteherflug der SWISS erreicht hatte (inklusive „last minute aircraft change“) gönnte ich mir erst einmal eine Runde Schlaf, ehe es am Abend in den Stadtteil Kagran ging.

Eishockey, Österreich, EBEL, neuer Ground
07.12.18 Vienna Capitals – KHL MedvešÄak Zagreb
5:0 (3:0, 1:0, 1:0), 4’100 Zuschauer, Albert-Schulz-Eishalle, Wien

Die Albert-Schultz-Eishalle hatte ich schon seit Jahren immer wieder vor mich her geschoben. Nun sollte es also endlich zu einem der zwei Heimspielen der Vienna Capitals innert 24 Stunden gehen. Für 18 EUR gab es wahlweise einen Sitz- oder Stehplatz, man kann sich in der modernen Arena aber ziemlich frei bewegen. Die Halbe Ottakringer schlug mit stolzen 4.10 EUR zu Buche.

Die Festspiele der Hauptstädter begannen erst kurz vor Ende des ersten Drittels. Am Ende gingen die Gäste aus Kroatien mit 0:5 unter, davon wurden sie insgesamt 4 Mal von Taylor Vause bezwungen ( 3 Mal innert 2 Minuten!). 4’100 Zuschauer fanden sich in der Eishalle ein, davon rund 70 aus Zagreb. Die Stimmung war ok. Die Caps sind nun Leader der internationalen EBEL.

 

 



Erneute Komplettierung der Challenge League in Kriens.

2 12 2018

Im Jahre 2016 war es auch für den SC Kriens soweit und die grün-weissen mussten ihre Heimstätte im Kleinfeld verlassen und den Baggern Platz machen. 2 Jahre spielte man im Exil in Luzern und Emmmen, ehe in der Rückrunde der Challenge League-Saison 2018/2019 das neu errichtete Sportzentrum Kleinfeld in Betrieb genommen werden konnte. Von der Grösse und der Funktionalität her haben die Krienser eigentlich alles richtig gemacht, leider lässt die sterile 08/15-Betonanlage jeglichen Charme vermissen. Nebst einer ausgefallenen Anzeigetafel kommt allerdings auch der Eingangsbereich noch sehr provisorisch daher.

Fussball, Schweiz, Challenge League, neuer Ground
01.12.18 SC Kriens – FC Winterthur
1:2 (1:0), 1’400 Zuschauer, Sportzentrum Kleinfeld, Kriens

Siegen konnte der SCK in der neuen Heimat noch nie, dies sollte sich auch gegen den FC Winterthur nicht ändern. 1:2 verlor man die eher langweilige Partie am Ende. Das Spiel besuchte ich zusammen mit Fatih, welcher mir freundlicherweise einen tollen Taxiservice bot. Für den Eintritt durften wir faire 15 CHF berappen, die Komplettierungshalbe schlug mit 5.50 CHF zu Buche. Fatih schwärmte vom kulinarischen Angebot, was auch wirklich lecker aussah.

Fantechnisch waren die Eulachstädter klar überlegen: Zu Spielbeginn und bei einem Tor gab es gar etwas Pyro. Gegen Ende kam es am Gästeblock zu einer kleinen Pöbelei, was sich aber relativ schnell wieder legte.



Von der offenen Eisbahn in die neue Halle.

21 10 2018

Nach fast 40 Jahren auf der offenen Eisbahn zieht der HC Wohlen Freiamt diese Saison in die neue Eishalle im Sportpark Bünzmatt. Im Rahmen eines grossen Eröffnungsfestes wurde der gesamte Sportpark dieses Wochenende offiziell eröffnet. Dazu gehören auch das Freibad und diverse kleinere Sportanlagen wie Minigolf, Skatepark etc.

Als Eröffnungsspiel wurde das Derby gegen den HC Fischbach-Göslikon angesetzt. Die „FiGö Indians“ aus dem Bezirk Bremgarten nennen Wohlen ebenfalls ihre Heimstätte. Bei freiem Eintritt fanden sich alles in allem rund 300 permanent anwesende Zuschauer bei der überdachten Eisfläche ein, dazu viel Laufpublikum. Von einer „Eishalle“ zu sprechen wäre etwas vermessen, da alle 4 Seiten offen sind und es einem im Winter sicherlich eisigen Wind um die Ohren blasen wird.

Eishockey, Schweiz, 3. Liga, neuer Ground
20.10.18 HC Wohlen Freiamt – HC Fischbach-Göslikon
9:2 (2:1, 4:1, 3:0), 300 Zuschauer, Sportpark Bünzmatt, Wohlen

Obschon die Indians in Führung gingen kamen die Wohlener am Ende zu einem klaren 9:2-Sieg. im Anschluss wurde das Eis abgedeckt und für den Auftritt von Marc Sway am Abend vorbereitet.



Ein Doppler in der Verbandsliga Südbaden.

15 08 2018

Von anfänglich 3 geplanten Spielen im Freiburger Umland waren am Ende nur noch deren 2 machbar. Das Morgenspiel wurde in den Oktober verschoben. Nichtsdestotrotz machten sich Haller und Ich bei strahlendem Sommerwetter auf der Touriroute auf durch den Schwarzwald. Nach etwa 90 Minuten wurde schliesslich Stegen erreicht, wo der örtliche Fussballsportverein zu seinem allerersten Heimspiel in der Verbandsliga Südbaden lud. Zu Gast war der SC Pfullendorf, seines Zeichens ebenfalls Aufsteiger, der aber mit der Regionalliga schon höhere Ebenen gesehen hatte.

Fussball, Deutschland, Verbandsliga Südbaden, neuer Ground
12.08.18 FSV Rot-Weiss Stegen – SC Pfullendorf
3:3 (0:2), 150 Zuschauer, Kageneck-Sportanlage, Stegen

Gerade mal 150 Nasen fanden sich schliesslich in der Kageneck-Sportanlage ein. Der Eintritt betrug 6 EUR und als Gegenleistung gab es ein ahnsehnliches Ticket und ein Spielprogramm. Über einen nennenswerten Ausbau verfügt die Anlage nicht, wenn man den Gesprächen der anwesenden Fans allerdings Glauben schenkt ist eine Tribüne in Planung.

Nachdem es zur Halbzeit nach einer klaren Angelegenheit für Pfullendorf aussah, rafften sich die Gastgeber im zweiten Umgang noch einmal auf und erreichten ein verdientes 3:3-Unentschieden.

Nach dem Schlusspfiff führte uns das Daciamobil ohne Stress ins schöne Städtchen Endingen am Kaiserstuhl, wo wir noch schnell eine Sightseeingtour im Schnelldurchlauf durch das historische Zentrum machten. Ziel war das Erletal-Stadion, welches am Ende einer Strasse im Nirgendwo lag. Das Nirgendwo machte aber optisch einen hübschen Eindruck.

Fussball, Deutschland, Verbandsliga Südbaden, neuer Ground
12.08.18 SV Endingen – Offenburger FV
0:4 (0:1), 240 Zuschauer, Erletal-Stadion, Endingen am Kaiserstuhl

Ebenfalls für 6 EUR wurde einem der Zutritt zur offenbar hundefreundlichen Anlage gewährt, wo gleich die total versalzene Merguez für 3 EUR probiert und mit einem Riegeler Felsenpils für 2.50 EUR (0.4l) heruntergespült wurde. Spielerisch kamen hier keine Diskussionen auf: Das ruppig geführte Spiel endete mit einem klaren Sieg der Gäste aus Offenburg, welche immerhin rund 20 Anhänger mitbrachten.

Der Heimweg führte schliesslich nichte mehr durch den Schwarzwald sondern über die gut besuchte Autobahn.



SC Minseln – SV Buch.

6 08 2018

Fussball, Deutschland, SBFV-Pokal 1. Runde, neuer Ground
05.08.18 SC Minseln – SV Buch
2:4 (1:3), ca. 40 Zuschauer, Sportplatz Minseln, Rheinfelden



Samstagsausflug ins Wallis.

6 08 2018

Genau ein Jahr ist es her, seit ich in Echallens die Promotion League und somit die obersten 4 Ligen der Schweiz komplettiert hatte. Inzwischen spielt aber die U21 des FC Sion alle ihre Spiele im hübschen Stade St-Germain in Savièse, oberhalb von Sion. Diese Tatsache erforderte ein nun endlich ein Handeln und so ging es am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und fast 36 Grad Celsius in Richtung Wallis. Die Fahrt verlief staufrei und oberhalb von Montreux blieb gar Zeit das herrliche Genferseepanorama vom Rastplatz aus zu geniessen.

Nach einer Fahrt durch die Weinberge erreichte ich schliesslich Savièse und schlenderte erst einmal zum alten Stade St-Germain, dem wohl heruntergekommensten Stadion dass ich in der Schweiz kenne. Tatsächlich sollen hier noch Spiele stattfinden, ich komme also hoffentlich bald wieder.

Am neuen Stade St.-Germain war heute trotz Drittligafussball nicht allzuviel los. Überrascht war ich erst einmal dass kein Eintritt verlangt wurde. Rund 200 Zuschauer fanden sich zu Spielbeginn ein, darunter eine Gruppe mit etwa 25 bunt durchmischten Supportern aus Yverdon, welche im Verlauf des Spiels durchgehend für gute Stimmung sorgten.

Fussball, Schweiz, Promotion League, neuer Ground
04.08.18 FC Sion II – Yverdon Sport FC
0:1 (0:0), ca. 200 Zuschauer, Stade St.-Germain, Savièse
Promotion League somit wieder komplett.

Das Spiel war schön anzusehen, guter Fussball, aber wenig Tore. 0:1 lautete das Verdikt am Ende. Das Tor erzielte der Ex-Luzerner Janko Pacar. Auch Sion-Boss Christian Constantin, welcher seine Stadionsperre abgesessen hat, verfolgte das Geschehen, hielt sich jedoch das ganze Spiel über alleine hinter dem Tor auf.

Nach dem Spiel führte mich der Weg nach Chippis, ein Ort der mehr für den Radsport bekannt ist. Von hier stammt nämlich der ehemalige Bahn-Radweltmeister und Olympiasieger Robert Dill-Bundi. Chippis ist von Sierre nur durch die Rhone getrennt.

In der 2. Liga interregional stand heute bereits die erste Runde in der Qualifikation zum Schweizer Cup 2019/2020 an. Der FC Chippis empfing die Waadtländer von Forward-Morges, deren ehemaliger Eishockeyclub auch ein kurzes Gastspiel in der Nationalliga B hatte.

Fussball, Schweiz, 2. Liga interregional Cup Quali, neuer Ground
04.08.18 FC Chippis – FC Forward-Morges
4:9 (3:4), ca. 150 Zuschauer, Place des Sports, Chippis

Auch hier musste kein Eintritt bezahlt werden und ich freute mich dass hier auch lokales Bier (Sierrvoise) ausgeschenkt wird (allerdings für 4 CHF das kleine Fläschchen). Nachdem das Spiel angepfiffen war, wurde es auch gleich wieder unterbrochen. Aus unbekannten Gründen wollten beide Mannschaften von den Spielerbänken auf die gegenüberliegende Seite des Spielfeldes wechseln. Ob es an der Hitze lag? Im Verlaufe des Spiels zog dann ein herrlicher Wind auf, welcher für etwas Abkühlung sorgte.

Nun konnte es doch noch losgehen, und wie: Nach 20 Minuten stand es 0:4! Unter anderem durch 2 Elfmeter kam Chippis noch vor der Pause jedoch wieder auf 3:4 heran. Am Ende lautete das niederschmetternde Ergebnis 4:9 und man könnte den Morges-Spielern schon fast einen Fairplay-Preis verleihen, da sie alles taten um dem bemitleidenswerten Torhüter von Chippis kein zehntes Ei ins Nest zu legen.

Für mich hiess es: Mission erfüllt. Die obersten 4 Ligen sind wieder komplett, zumindest solange bis Kriens im Oktober wieder ins komplett neugebaute Kleinfeld zurückkehrt.