Bahlinger SC – SSV Reutlingen.

10 12 2017

Auf der Suche nach einer guten Kombination zwischen Fussball und Weihnachtsmarkt fiel die Wahl auf Bahlingen und Freiburg im Breisgau. Bei schönem Wetter erreichten Nancy und ich das Kaiserstuhlstadion überpünktlich und trafen darin gleich auf ein altbekanntes Gesicht und ein paar weitere Hopper die man vom Namen her kannte.

Fussball, Deutschland, Oberliga Baden-Württemberg, neuer Ground
09.12.17 Bahlinger SC – SSV Reutlingen
2:2 (1.2), 250 Zuschauer. Kaiserstuhlstadion, Bahlingen

Das Spiel zwischen Bahlingen und Reutlingen (mit immerhin ein paar aktiven Fans) war zwar nicht schlecht, wurde aber trotzdem mehrheitlich verplaudert. Am Ende stand es 2:2 durch einen späten Ausgleichstreffer der Gastgeber. 250 Nasen, davon rund 10 Hopper waren anwesend. Auch die Jungs von der Staatsgewalt waren mit einem Grossaufgebot vor Ort, sind die Reutlinger Fans doch nicht gerade als Heilige bekannt. Übertrieben war es trotzdem. Kulinarisch gab es eine grosse Auswahl, nur Bier gab es entgegen den Preislisten nur eine Sorte und auf der Gegengerade sogar nur alkoholfrei. Positiv zu erwähnen gibt es die feurige Grillwurst mit Harissa, diese Kombination habe ich bisher auch noch nie gesehen. Im Anschluss ging es nach langer Parkplatzsuche auf den total überfülten Weihnachtsmarkt in der Freiburger Innenstadt.



Ein Kreisliga-Wochenende am Hochrhein.

13 11 2017

Während sich in den unteren Ligen der Schweiz grösstenteils nichts mehr tut kämpft man sich in unserem nördlichen Nachbarland auch bei garstigem Herbstwetter noch durch die Kreisligen. Das nach einer Nacht Dauerregen aber überhaupt jemand auf dem Rasenplatz spielen würde hätten wir nicht gedacht, wurde die Planung im Vorfeld doch mehrmals über den Haufen geworfen.

Fussball, Deutschland, Kreisliga B Hochrhein, neuer Ground
11.11.17 SV Stühlingen – SV Altenburg
2:2 (0:0), ca. 50 Zuschauer, Sportplatz an der Wutach, Stühlingen

Da Herr und Frau Schweizer ihren Samstag gerne mit einem Einkauf in Deutschland verbringen durften auch wir (Yves und Ich) erst etwas im Stau beim Grenzübergang Koblenz ausharren, ehe wir mit leichter Verspätung den Sportplatz an der Wutach in Stühlingen, einen Steinwurf von der Schweizer Grenze erreichten. Wir hatten gleich zwei Mal Glück, da das Spiel erstens auf dem Hauptplatz und zweitens mit rund 10 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, da das Spiel der Jugend nicht rechtzeitig zu Ende war. Wir sahen ein umkämpftes 2:2 auf tiefem Boden, ärgerten uns etwas über den geschlossenen Grill, zahlten 2 Euro Eintritt und führten ein interessantes Gespräch mit einem Zuschauer der zu den Gästen aus Jestetten zählte. Der Ground wusste auch zu gefallen, insbesondere die Flutlichter hatten irgendwie polnischen Charme.

Als nächste Station wurde der hübsche Ground des ESV Waldshut, welcher seit diesem Jahr wieder über eine Herrenmannschaft verfügt, auserkoren. Als wir beim Stadion ankamen erfuhren wir gleich dass der Schiedsrichter das Spiel hier nicht durchführen würde. Man einigte sich darauf beim Gegner SV Waldhaus auf Kunstrasen zu spielen.

Fussball, Deutschland, Kreisliga C Hochrhein, neuer Ground
11.11.17 FC Bad Säckingen 2 – TIG Rheinfelden
2:2 (2:1 ), ca. 50 Zuschauer, Hochrheinstadion (Nebenplatz), Bad Säckingen

Wir kehrten gleich wieder um und fuhren nach Bad Säckingen, wo man das Spiel immerhin im Hochrheinstadion angesetzt hatte. Leider gibt es auch hier seit diesem Jahr einen Kunstrasen, welcher immerhin über einen Ausbau verfügt. So gönnten wir uns erst einmal ein leckeres Cordon Bleu in der Vereinsgaststätte (13.90 Euro inkl. grossem Salatteller), ehe man sich den Kick im Dauerregen zu Gemüte führte. Immerhin konnte sich das Gekicke sehen lassen und nach je einer gelb-roten Karte trennte man sich auch hier 2:2-Unentschieden. Eintritt wurde immerhin keiner verlangt, das kleine Tannenzäpfle-Bier kostete dafür schon 2.50 Euro.

Wenn auch kaum etwas nach Plan verlief ging es dann doch mit 2 akzeptablen Grounds im Gepäck wieder über die Grenze (2 Grounds liegen übrigens innerhalb der Zollfreimenge).

Mit Kreisligafussball ging es auch am Sonntag weiter. Die Strassensperre durch einen umgestürzten Baum noch vor der Grenze machte uns schonungslos klar: Heute wird es ungemütlich. Auf der Hinfahrt bei strömendem Regen (bereits etwa 48 Stunden regnete es fast durchgehend) traten links und rechts der Strasse sämtliche Bäche über die Ufer und Wiesen wurden überflutet.

Fussball, Deutschland, Kreisliga C Hochrhein, neuer Ground
12.11.17 SV Görwihl 2 – SV Luttingen
0:7 (0:3), ca. 50 Zuschauer, Sportplatz Im Weiherfeld, Görwihl

Keinen Cent hätte ich darauf gewettet dass unser Spiel in Görwihl stattfinden würde, und schon gar nicht auf dem Hauptplatz. Wir hatten Glück, es wurde auf dem ziemlich gut durchnässten Platz 1 zum Anstoss gebeten, aber erst nachdem der Unparteiische sich nochmals erkundigt hatte ob die Spieler sich das wirklich antun wollen. Im Clublokal des SV Görwihl fanden wir zwar Wärme, ärgerten uns aber über den ekligen Kaffee für freche 2.60 Euro. Die Hausherren gingen schliesslich gleich mit 0:7 unter, womöglich auch weil der Methusalem unter den Torhütern irgendwie keinen Bock hatte.

Fussball, Deutschland, Kreisliga A Hochrhein, neuer Ground
12.11.17 SV Todtnau – SV Herten
1:2 (1:0), ca. 70 Zuschauer, Kandermattstadion, Todtnau

Weiter ging es nach Todtnau, die Wasserpegel stiegen und stiegen, aber das hübsche Kandermattstadion, unter dem der Fluss Wiese sogar ein kleines Stück unten durch fliesst, verfügt ja über Kunstrasen auf dem Hauptplatz. Ohne uns Sorgen zu machten suchten wir eine Pizzeria auf und gönnten uns eine Stärkung. Für um die 8 Euro gab es einen wirklich guten Teigfladen im gepflegten Ambiente. Ein kurzer Blick auf die Todtnauer Wasserfälle erhascht und ab ging es in Stadion. 3 Euro Wegzoll für einen gedeckten Sitzplatz, da kann man nicht meckern. Groundhopper waren wir auch nicht die einzigen im Stadion. Und Anpfiff. Doch schon nach 5 Minuten war wieder aus die Maus, ein Gewitter zog auf und der Schiri stoppte das Spiel. Das Plakat mit dem Slogan „Stell dich dem Sturm“ schien zu keinem Zeitpunkt passender. Erst sah es so aus als wäre hier Feierabend, aber nach gut 20 Minuten trauten sich die Akteure dann doch noch mal raus und beendeten ihren Arbeitstag korrekt. Nach einer frühen Führung des Heimteams drehten die Tabellenführer aus Herten das Spiel in der Schlussphase.

Bereits während dem Spiel sahen wir die Feuerwehr vorbeifahren, doch auf dem Heimweg wurde uns klar wie schlimm die Lage im Wiesental wirklich war. Unzählige Einsatzfahrzeuge waren unterwegs, ein Campingplatz wurde evakuiert und an vielen Orten füllte man Sandsäcke. Mancherorts nagte das Wasser gefährlich an den Häusern während unweit bereits die ersten Holzhütten den Fluten zum Opfer fielen. Hoffen wir der Regen lässt bald nach.



FC Schönau – FC Erzingen.

5 11 2017

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
05.11.17 FC Schönau – FC Erzingen
2:5 (0:3), 90 Zuschauer, Jogi-Löw-Stadion, Schönau im Schwarzwald

In den letzten Monaten sah ich mehrere Spiele des TuS Efringen-Kirchen unter Trainer Thomas Hauser, dem ersten deutschen Torschützen in der englischen Premier League, welcher aus der Gemeinde Schopfheim stammt. Ebenfalls aus dem Wiesental stammt der aktuelle Trainer der deutschen Nationalmannschaft und amtierender Weltmeister, Joachim „Jogi“ Löw. Nach ihm wurde auch das Stadion seines Stammvereins benannt, bei welchem ich heute vorbeischaute.

Der FC Schönau 08 grüsst momentan von der Tabellenspitze der Bezirksliga Hochrhein und hätte gegen den zwölftplatzierten FC Erzingen aus dem Klettgau eigentlich nichts zu befürchten gehabt. Allerdings fehlten heute verletzungsbedingt zwei wichtige Spieler, weshalb man die desolate Leistung zumindest teilweise nachvollziehen kann. Mitte der zweiten Halbzeit stand es 0:5 für die Gäste, ehe die Hausherren doch noch zu 2 Glückstreffern kamen. Das Publikum suchte die Schuld jedoch beim Schiedsrichter, welcher sicher nicht immer ein glückliches Händchen bewies, aber an der Niederlage kein Mitschuld trug.

Im Jogi-Löw-Stadion, welches mit Plastikunterlage ausgestattet ist, gibt es neben ein paar Stufen auch Flutlicht und eine nette Gaststätte. Das grosse Riegeler Landbier kostete 2.30 Euro, der Kaffee 1.90 Euro und die wohl schlechteste Grillwurst Südbadens gab es für 2.50 Euro. In den Genuss des Angebotes kam man nachdem man den Wegzoll von 4.00 Euro bezahlt hatte. Der Kassierer merkte selber dass ich auf den Standardpapierschipsel der als Ticket diente verzichten konnte und liess die Rolle gleich in der Kasse liegen.



FC Weisslingen – SC Barcelona.

5 11 2017

Fussball, Schweiz, 3. Liga FVRZ, neuer Ground
29.10.17 FC Weisslingen – SC Barcelona
1:3 (0:1), ca. 60 Zuschauer, Sportplatz Mettlen, Weisslingen

Wenn ein Verein nicht einmal fähig ist unter eigenem Namen anzutreten und sich stattdessen einfach SC Barcelona (nachdem man sich erst Real Madrid Zürich nennen wollte und sich die Anwälte aus Spanien eingeschaltet haben) nennt kann man sich etwa ausdenken wie sympathisch so ein Verein auf dem grünen Rasen daherkommt. Nachdem dem der die Intelligenzbestien zuletzt auch noch wegen massiven Gewalttaten auf dem Rasen 8 Punkte abgezogen wurden und ein Spieler in einem anderen Fall eine lebenslange Sperre erhielt sollte eigentlich jedem klar sein dass es sich hierbei um den Bodensatz des Schweizer Fussballs handelt, was die primitiven Kicker mit Pomadenfrisuren auch heute wieder eindrücklich bewiesen.

Die ersten 20 Minuten gingen eigentlich ganz fair über die Bühne, es stand bereits nach 5 Minuten 0:1 für Barcelona. Weisslingen kämpfte, wurde aber schlecht belohnt. Während mindestens ein Spieler von Barcelona bereits in der 1. Häfte hätte vom Platz gestellt werden müssen boten seine Mitspieler immer mal wieder die eine oder andere Tätlichkeit und viele grobe Fouls, der schwache Schiri schien aber jedes Mal gezielt wegzusehen. Zugegeben, das zwischenzeitliche 1:1 vom FC Wislig war klar Offside, aber auch das 1:2 der Gäste konnte nur durch eine klaren Fehlentscheid realisiert werden. Als der vom SC Barcelona zur Verfügung gestellte Linienrichter dann auch noch bei einer klaren Torchance unfairerweise die Fahne hob war auch dem letzten im Publikum klar mit was für einem trostlosen Verein man es hier zu tun hatte. Am Ende gelang Barcelona noch das 1:3, es bleibt aber zu hoffen dass der Verein wieder absteigt und den Herren die Lust am Fussball vergeht.

Der Eintritt zu dem Spektakel, bei dem rund 60 Nasen dem eisigen Wind trotzten, war übrigens frei. Aus der Küche gönnte ich mir eine Portion Pommes Frites (ganz miserabel) für 5 CHF und einen Kaffee für 3.50 CHF. Im nachhinein hätte ich wohl besser auf die Würste der lokalen Metzgerei setzen sollen.



FC Geisslingen – TuS Efringen-Kirchen.

16 10 2017

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
15.10.17 FC Geisslingen – TuS Efringen-Kirchen
1:5 (0:4), 140 Zuschauer, Sportplatz Geisslingen, Klettgau

Da ausnahmsweise der Morgenkick im Kanton Zürich verschlafen wurde machte ich mich am Nachmittag auf in Richtung Südbaden. Bei herrlichem Herbstwetter boten die Rebberge auf dem Weg ein traumhaftes Farbenspiel. Ziel war die Gemeinde Klettgau, genauer der Ortsteil Geisslingen. Hier trägt der diesjährige Aufsteiger in die Bezirksliga Hochrhein seine Heimspiele aus. Der unspektakuläre, aber idyllische Platz am Dorfrand wurde im Jahre 1953 errichtet. Damals hatte man schon auf modernste Entwässerungsmethoden gesetzt. Ausserdem soll die Idylle bald durch den Bau einer neuen Turnhalle gestört werden. Diese, und viele weitere Informationen über den Verein erzählte mir ein älterer Herr, welcher beim Bau des Sportplatzes dabei war. Er hatte auch eine Erklärung für die miserable Saisonleistung der Geisslinger Elf. „Das Sturmtrio ist auf einem Auslandssemester in England und kommt erst an Weihnachten zurück.“ Das Training in Oxford sei aber gesichert, es gäbe dort auch einen Fussballclub. Die Geisslinger verloren also einmal mehr, diesmal mit 1:5, bereits nach 15 Minuten war das Spiel mit 0:3 entschieden. Während des Spiels wechselten noch ein paar Euro den Besitzer, 3 davon für den Eintritt, 2.50 für eine Flasche Rothaus-Bier und weitere 2.50 für eine wirklich gute Schweinsbratwurst vom Grill. Es war dies übrigens schon mein vierter Ground in der Gemeinde Klettgau.

 



FC Rafzerfeld 2 – FC Regensdorf 2.

8 10 2017

Fussball, Schweiz, 4. Liga FVRZ, neuer Ground
08.10.17 FC Rafzerfeld 2 – FC Regensdorf 2
1:3 (1:1), ca. 40 Zuschauer, Sportplatz Trube, Rafz
2. Liga FVRZ somit komplett.

Etwas später als gewohnt, nämlich um 11:30 Uhr, stand der gewohnte Sonntagmorgenkick im Zürcherischen Fussballverband an. Da die geplante Komplettierung der 2. Liga FVRZ tags zuvor wegen des Länderspiels verschoben werden musste sollte dies eben mit der Zweitvertretung des FC Rafzerfeld nachgeholt werden.
Der Sportplatz Trube in der Grenzgemeinde Rafz wurde schnell gefunden. Viel zu früh war ich zum Glück nicht dort, denn das Wetter war kalt und garstig. Da eine Jugendmannschaft fast zeitgleich spielte gab es auch keine Nebenplatzgefahr. Der Sportplatz Trube gehört zu einem Schulareal und verfügt über einige Betonstufen am Clubhaus. Der provisorische Kiosk in einem Container ist weniger zu empfehlen, man hatte es gerade mal geschafft zur Halbzeit 3 Würste auf den Grill zu legen, von denen 2 reserviert waren. Das Spiel fing langweilig an, gewann jedoch aufgrund einer miserablen halben Stunde des Schiedrichers etwas an Brisanz. Der Unparteiische schien dabei ein paar Regeln nach seinem eigenen Ermessen auszulegen. Am Ende gewannen die Gäste nicht unverdient mit 1:3, der Penalty zum 1:2 kann sich aber wohl nur der Schiri erklären. Zum ersten Mal überhaupt habe ich somit beide Gruppen der 2. Liga FVRZ komplett.



Schweiz – Ungarn.

8 10 2017

Fussball, Schweiz, WM-Qualifikation
07.10.17 Schweiz – Ungarn
5:2 (2:0), 32’018 Zuschauer, St. Jakob-Park, Basel

Da ein Freund meines Vaters 5 Sitzplätze an bester Lage für das Schlagerspiel gegen Schweiz – Ungarn gewonnen hatte liess auch ich mich wieder einmal zu einem Auftritt der in der WM-Qualifikation bisher verlustpunktlosen Schweizer Nati hinreissen. In Pratteln wurde man von der Autobahn gelotst um abseits vom Verkehrschaos um den Basler St. Jakob-Park für 10 CHF das Automobil zu parkieren. Mit dem „Drämmli“ ging es schliesslich zum Stadion, wo rund 2 Stunden vor Anpfiff ordentlich was los war. Leider wie gewohnt viel Werbung und alles sehr schlecht organisiert. Was den Bierausschank angeht hätte man meinen können die Organisatoren würden zum ersten Mal ein Spiel dieser Grösse ausrichten. Für 5.50 CHF plus 2 CHF Depot gab es schliesslich einen knapp gefüllten 4dl-Becher abgestandene Feldschlösschen-Pisse. Überraschenderweise gab es auch im Stadion Bier mit Alkohol, allerdings nicht an allen Ständen. Das soll noch einer verstehen.

Die Nati überzeugte mit einer soliden Leistung und schoss die Ungaren, für die es um nichts mehr ging, gleich mit 5:2 ab. Das letzte Tor wäre allerdings vermeidbar gewesen. Für Stimmung sorgten die zahlreichen Magyaren, welche den Gästeblock gut ausfüllten und auch mit etwas Pyro auf sich aufmerksam machten. Wenn auch die Stimmung nicht schlecht war, konnte man von den Schweizern nur vereinzelte „Hopp Schwiiz“-Rufe vernehmen. An Länderpsielen fehlt halt einfach der organisierte Support. Alles in allem ein gelungener Ausflug ans Rheinknie.



FC Engstringen – FC Altstetten.

1 10 2017

Fussball, Schweiz, 3. Liga FVRZ, neuer Ground
01.10.17 FC Engstringen – FC Altstetten
2:0 (1:0), 87 Zuschauer, Sportplatz Brunewiis, Oberengstringen

Wenn man am Sonntagmorgen Lust auf Fussball, aber keine Lust weit zu fahren hat, dann bietet sich immer wieder die 3. Liga FVRZ an. Beim FC Engstringen war ich allerdings schon einmal, damals wurde das hitzige Spiel gar mit einem Polizeieinsatz beendet. Inzwischen nutzen die Engstringer aber einen anderen Platz als Hauptplatz. Diesen gab es damals schon als Schulsportanlage und ich fragte mich warum er nicht genutzt wurde. Nun wurde das Potential auch vom Verein erkannt. Ein paar Modernisierungsarbeiten mussten erledigt werden, das alte, charmante Clublokal blieb aber dasselbe. Der alte Platz dient nun als Nebenplatz.

Am heutigen Morgen war der benachbarte FC Altstetten aus Zürich zu Gast. Die tolle Partie ging am Ende mit 2:0 an die Gastgeber. Als dumm konnte man insbesondere das Verhalten der Gäste bezeichnen, welche sich beim souveränen Schiedsrichter reihenweise Karten abholten, ohne zu merken dass der Unparteiische das ständige Gemaule rigoros ahndet. So kam es auch zu einem direkten Platzverweis gegen Altstetten.

Eintritt musste keiner bezahlt werden. Kurz vor Schluss, etwa in der Hälfte der siebenminütigen Nachspielzeit, fingen zwei Junioren an Spenden zu sammeln. Wohl etwas spät, da sich die Hälfte der offiziell 87 Zuschauer bereits auf dem Heimweg befand. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt, ich blieb allerdings nur beim dringend benötigten Kaffee.



SC Schwyz – FC Küssnacht am Rigi.

27 09 2017

Fussball, Schweiz, IFV-Cup 1/16-Finals, neuer Ground
26.09.17 SC Schwyz – FC Küssnacht am Rigi
1:3 (0:1), ca. 80 Zuschauer, Sportplatz Tschaibrunnen, Schwyz

Ausnahmsweise hatte ich einen freien Tag unter der Woche, der sollte natürlich für Fussball genutzt werden. Zusammen mit Yves ging es in die Urschweiz, genauer nach Schwyz, dem Hauptort des gleichnamigen Bezirks im gleichnamgen Kanton. Mitten im schönen, aber verkehrstechnisch anspruchsvollen Städtchen trägt der SC Schwyz seine Heimspiele in der 3. Liga IFV auf dem Sportplatz Tschaibrunnen aus. Da heute die 1/16-Finals des IFV-Cup auf der Traktandenliste standen war mit dem FC Küssnacht am Rigi jedoch ein um eine Liga höher klassierter Gegner zu Gast.

In einem doch recht ausgeglichenen Spiel verlor der heimische SC mit 1:3. Trotz freiem Eintritt wohnten nur rund 80 Zuschauer der Partie bei, was man vielleicht auf die kühlen Herbsttemparaturen schieben kann. Der Sportplatz Tschaibrunnen verfügt über ein paar etwas erhöhte Sitzreihen und einem Unterstand der einer Tribüne ähnelt. Kulinarisch kann sich das Angebot ebenfalls sehen lassen: Yves liess es sich mit Schweinswürstchen und Raclettebrot (je 6.50 CHF) gutgehen, ich wählte eine Schweinswurst vom Grill für 6 CHF und ein Einsiedler Maisgold-Bier für 4 CHF.



Ein Wochenendausflug nach Andorra: 2’500 Autokilometer in 48 Stunden.

26 09 2017

Auch dieser Beitrag ist schon ziemlich genau 10 Jahre alt, es war das verhängnisvolle Wochenende an dem ich David, Reto und Andrea kennenlernte.

Endlich sollte es soweit sein. Schon lange hatten wir unsere Autobesatzung für die Fahrt in den Zwergstaat in den Pyrenäen zusammen. Doch nachdem am Donnerstag zuvor bereits Einer absagte, kam am Freitag noch jemand hinzu. Kurzfristig konnte ein Ersatzmann gefunden werden, doch ein Platz schien bei der Abfahrt leer zu bleiben.

Da brachte Lukas die Idee ins Spiel, Andrea zu fragen, welche vorher mit Ihnen am Spiel SC Cham-FC Gossau in Zug war. Und siehe da, diese sagte auch gleich zu. So fuhren wir, das waren Lukas, Reto, David und Ich, wieder zurück nach Zug um Andrea abzuholen.

Etwa eine Stunde später als geplant, aber mit immer noch massivem Zeitüberschuss machten wir uns also auf den Weg Richtung Süden. Die Fahrt verlief trotz des Bahnstreiks in Frankreich ohne Stau, und nach dem Reto für rund zwei Stunden das Steuer übernommen hatte, genehmigten wir uns ein Frühstück in der Nähe von Montélimar.

Die zweite Hälfte der Fahrt bei strahlendem Sonnenschein war nun auch Einiges angenehmer, und das Panorama, welches man auf der Strecke zwischen Perpignan und Andorra geniessen durfte, entschädigte uns für die ganzen Strapazen bei Weitem. Insbesondere die Fahrt über den Port d’Envalier, welcher mit 2407 Metern der höchste Pyrenäenpass ist, bot uns eine herrliche Aussicht.

Vorbei an malerischen Städtchen und Festungen, erreichten wir gegen Mittag schliesslich das Fürstentum zwischen Frankreich und Spanien, welches flächenmässig als grösster der sechs Europäischen Zwergstaaten gilt. Auf dem Weg durch das schmale Tal machten wir unterwegs einen Halt, um die einzige Eishalle des Landes, den Palau de Gel in Canillo zu besichtigen. Dabei handelt es sich um einen Multikomplex, welcher neben der Eishalle auch ein Kino und ein Schwimmbad beinhaltet. Sogar Eishockeymeisterschaftsspiele finden hier statt.

Nun versuchten wir unser zuvor gebuchtes Hotel in Escaldes-Engordany zu finden, was sich als äusserst schwierig herausstellte. Zum einen hatte ich mit diversen abgesperrten Strassen zu kämpfen, zum anderen war es schwierig herauszufinden, wo Escaldes-Engordany aufhört und Andorra la Vella anfängt. Das ganze Prozedre gipfelte darin, dass mich eine Verkehrspolizistin mitten auf einer Kreuzung auf Katalanisch zusammenstauchte, da sie mich zuvor in verkehrter Richtung aus einer Einbahnstrasse hatte kommen sehen.

Nach dem Check-In fuhren wir zuerst mal in das Nachbardorf Sant Julià de Lòria, um das Stadion des zweiten Spiels ausfindig zu machen, schliesslich sollte man zwischen den beiden Spielen am Abend nur wenige Minuten Zeit für den Transfer haben.

Nun ging es also zum Nationalstadion. Kaum hatten wir das Auto geparkt, trafen wir auch schon auf die ersten Groundhopper aus Hamburg. Im späteren Verlauf des Abends sollten es noch einige mehr werden.

Da es noch über zwei Stunden bis zum Anpfiff dauerte, machten wir es uns erstmal in einem nahe gelegenen Restaurant gemütlich, während die Deutschen den Fast Food-Riesen mit dem gelben M bevorzugten. Für einmal muss ich jedoch sagen, dass wir es nun waren, welche mit einem ungeniessbarem Essen zu kämpfen hatten. Die Pommes Frites waren schlichtweg kalt, und das was auf der Karte als Kanninchen deklariert war, ähnelte dem was übrig bleibt, nachdem man ein Hühnchen gegessen hat.

Fussball, Andorra, Euro 08-Quali, neuer Ground und Länderpunkt
17.11.07 Andorra – Estland
0:2 (0:1), 200 Zuschauer, Estadi Comunal, Andorra la Vella

Um 18.00 Uhr wurde auch endlich das Spiel der Qualifikation zur Europameisterschaft in Östereich und der Schweiz angepfiffen. Auf dem Platz standen sich Andorra und Estland gegenüber, welche beide keine Ambitionen mehr auf eine Teilnahme hatten. Andorra stand gar mit null Punkten und zwei geschossenen Toren als Tabellenletzter da.

In der ersten Spielhälfte dominierten die Esten, und gingen auch verdient mit 1:0 in Führung. Dieses Resultat hatte auch zur Pause noch Bestand. In der zweiten Hälfte machte Andorra etwas mehr Druck, ohne aber jemals gefährlich zu werden. Die logische Schlussfolgerung war das zweite Tor für die Balten, welche von rund 50 mitgereisten, und auch schon ziemlich angeheiterten Fans nach unterstützt wurden.

Während des Spiels traf man noch viele weiter Groundhopper aus Deutschland und Österreich, und man tauschte einige Anekdoten aus.

Fussball, Andorra, Segona divisió, neuer Ground
17.11.07 Inter Escaldes B – Sporting Club Escaldes
4:3 (2:2), ca. 50 Zuschauer, Camp d´Futbol d`Aixovall, Sant Julià de Lòria

Nun hatte man die ersten 90 Minuten in der klirrenden Kälte überstanden, und unmittelbar nach dem Apffiff machte sich der ganze Hoppertross auf in den Camp d´Futbol d`Aixovall, welcher seit dem Engagement eines Geldgebers auch als DEVK-Arena bezeichnet wird.
Hier finden sämtliche Ligaspiele des Landes statt, und an diesem Tag waren zwei Spiele der zweiten Liga angesetzt. Wir entschieden uns für das Erste um 20:00 Uhr, bemerkten aber recht schnell dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum Anpfiff schaffen würden. Doch weit gefehlt. Was sich nun abspielte hatte ich bisher noch nie erlebt. Das Spiel hätte bereits seit sieben Minuten laufen sollen, doch die beiden Mannschaften standen spielbereit auf dem Platz, und warteten bis sich auch der Letzte der rund 24 Hopper im Stadion eingefunden hatte. Immerhin machten wir somit mehr als die Hälfte der anwesenden Zuschauer aus.

Das Spiel der beiden Teams aus den Tiefen der Tabelle erwies sich überraschenderweise als Einiges besser als das Vorhergegangene. Nebst einigen spektakulären Toren bot das Spiel einen Unterhaltungswert welchen ich schon lange nicht mehr erleben durfte. So kam es zum Beispiel dass das „Heimteam“ mit neun Spielern noch den Siegtreffer erzielte. Zu neunt waren diese nach einer roten Karte und dem Ausfall eines Spielers. Ein Wechsel lag nicht drin, da schlicht und einfach keine Auswechselspieler vorhanden waren.

Halb durchgefroren verliessen wir das Spiel nach dem Abpfiff und stellten unser Gefährt auf sein Nachtquartier in der Nähe des Hotels, um das örtliche Nachtleben auszukundschaften. Doch dieses Unterfangen schien äusserst schwierig, gabe es doch nebenden hunderten von Geschäften, Cafés und Restaurants kaum eine Lokalität welche sich als würdig erwies den Abend darin zu verbringen. Man wechselte also nach jedem Bier das Lokal, und somit war der Abend nach vier Bier auch schon gelaufen.

Im Hotel genossen wir noch den aus der Provence mitgebrachten Wein und so schlief man in den frühen Morgenstunden innert kürzester Zeit ein.

Der nächste Morgen begann früh. Auf das Frühstück im Hotel verzichteten wir um uns kurz vor der Grenze zu Frankreich, in Pas de la Casa mit günstigen Lebensmitteln einzudecken. Nachdem ich auch endlich Briefmarken und Choriz (scharfe Wurst) für meinen Vater besorgen konnte, schossen wir noch ein paar Erinnerungsfotos vor dem Grenzschild, und fuhren die steilen Bergstrassen zurück zur Autobahn.

Unterwegs hielten wir für einen kurzen Besuch einem kleinen Städtchen, welches von riesigen Festungsmauern umgeben war. Hier gönnten wir uns auch eine Portion Crèpes mit Nutella beziehungsweise Zimt und Zucker, wobei Letzteres in Frankreich unbekannt zu sein scheint.

Fussball, Frankreich, CFA 2, neuer Ground
18.11.07 Nîmes Olympique 2 – GS Consolat Marseille
1:1 (0:0), ca. 100 Zuschauer, Stade Guy Secondi, Manduel

Pünktlich zu Spielbeginn fanden wir uns um 15:00 in Manduel ein, einem Vorort der Stadt Nîmes, wo sich die zweite Equipe von Olympique Nîmes und das Team von GS Consolat Marseille in einem Spiel der fünften Spielklasse Frankreichs duellierten.

Das Stade Guy Secondi ist architektonisch eine Katastrophe. Das Spielfeld ist von meterhohen Zäunen umgeben, und die Tribüne wird in der Mitte durch den Aufgang zu den Spielerkabine geteilt, so dass man von den beiden Seiten jeweils nur eine Hälfte des Spielfelds sah. Das langweilige Spiel endete mit einem 1:1 Remis und verdient keine weitere Erwähnung.

Nun stand der Heimweg an. Unterwegs hielten wir rund ein Stunde für ein Nachtessen, welches jenem in Andorra in Nichts nachstand. Kulinarisch kann ich wirklich keines der beiden Länder empfehlen.

Jetzt hiess es Gas geben, denn drei meiner Mitfahrer mussten noch den letzten Zug in Bern erwischen, und dieser wurde auf die Minute auch erreicht. Nachdem ich noch Lukas in seine neue Wohnung in Bern chauffiert hatte nahm ich die letzten neunzig Kilometer alleine auf mich und erreichte punkt Mitternacht das Städtchen Lenzburg.

Zu der Reise kann ich sagen: Ich war positiv überrascht. Vor allem hatten wir es mit unserer interkantonalen Autobesatzung auch durchgehend lustig. Ausserdem kannten sich zuvor nicht mal alle der Mitfahrer. Andorra würde ich im Winter sogar als Ferienziel empfehlen, denn für Wintersportler hat es hier alles was man braucht, ausser ein ausgedehntes Nachtleben.