Einmal mehr an den Hochrhein.

18 04 2018

Auch an diesem schon fast sommerlichen Wochenende solltes es wieder an den Hochrhein gehen, schliesslich winkt so langsam die Komplettierung der dortigen Bezirksliga. Als Nachmittagsspiel für den Samstag wurde die Partie FC Wallbach – SV 08 Laufenburg auserkoren. Nachdem ich beim letzten Besuch im Bad Säckinger Stadtteil noch mit einem zuvor unbekannten Kunstrasen überrascht wurde fand die Partie nun endlich auf Naturgrün statt.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
14.04.18 FC Wallbach – SV 08 Laufenburg
1:2 (0:2), ca. 200 Zuschauer, Flösserstadion, Bad Säckingen

Für 3 EUR Eintritt durfte das hübsche, aber nicht allzu spektakuläre Flösserstadion betreten werden. Rund 200 weitere Zuschauer fanden sich neben mir noch ein. Dass Stadion-DJs selten mit guter Musik auftrumpfen ist ja bekannt, dass man als Einlaufhymne aber eine Raptext von Eminem auswählt geht gar nicht.

Die Gäste aus Laufenburg gewannen das eher langweilige Spiel schliesslich mit 2:1 und ich machte mich auf über die Grenze, denn nur wenige Kilometer entfernt, auf der anderen Seite des Rheins, wartete schon der nächste Ground.

Fussball, Schweiz, 3. Liga FVNWS, neuer Ground
14.04.18 FC Stein – AC Rossoneri
2:4 (2:1), ca. 150 Zuschauer, Sportanlage Bustelbach, Stein AG

Es war wieder einmal ein Sportplatz im Kanton Aargau angesagt, wenn auch der FC Stein im Fussballverband Nordwestschweiz mitspielt. Die 2013 renovierte Sportanlage Bustelbach kann sich sehen lassen, als einziger Negativpunkt ist die Laufbahn und somit die Distanz zum Spielfeld zu werten. Zwischen Kiesgrube und Chemiewerk, etwas abseits vom Dorf, hat der FC Stein seine Ruhe und durfte heute gegen die Italiener vom AC Rossoneri aus Lausen ran. Diese gewannen das Spiel mit 4:2. Auf das Erheben eines Eintrittsgeldes oder auch nur eine Spendensammlung wurde verzichtet.

Fussball, Schweiz, 3. Liga SOFV, neuer Ground
15.04.18 FC Wolfwil – FC Hägendorf
1:4 (0:3), ca. 150 Zuschauer, Sportplatz Allmend, Wolfwil

Am nächsten Tag folgten dieselben Ligen, aber in umgekehrter Reihenfolge. Zusammen mit David ging es erst zum Morgenspiel im solothurnischen Wolfwil, wo der heimische FC in ländlicher Idylle vor einem Dutzend Kühen und rund 150 Zuschauer gegen den FC Hägendorf antrat. Auch hier gab es einen Auswärtssieg zu beobachten. Während dem Spiel wurden noch 5 CHF Eintritt kassiert. Hier ist die Welt noch in Ordnung.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
15.04.18 SpVgg Brennet-Öflingen – FC Erzingen
1:5 (0:2), 180 Zuschauer, Hans-Walcher-Sportplatz, Wehr

Weiter ging es ins deutsche Wehr, genauer in den Stadtteil Brennet-Öflingen. Auch hier hatte ich zu Beginn des Jahres ein unangenehmes Zusammentreffen mit Kunstrasen. Dieses Mal eröffnete der Speaker seine Rede mit den Worten „Endlich wieder Naturrasen!“. Da der Hans-Walcher-Sportplatz herrlich in der Natur liegt und über ein paar Graswälle verfügt verfolgten wir das Spiel bei strahlendem Sonnenschein von der Wolldecke aus. Ihr werdet es erraten: Auch hier gab es wieder einen Auswärtssieg, undzwar für die Gäste vom FC Erzingen aus dem Klettgau.



Fussball rund um den Flughafen Zürich.

8 04 2018

Der Sonntag wurde mal wieder in den ganz tiefen Ligen des FVRZ verbracht. Zur Matinée lud der Italienerverein GSI Rümlang, welcher seine doch eher unpersönliche Heimat auf dem Sportplatz Ettenfeld in Zürich gefunden hatte.

Fussball, Schweiz, 5. Liga FVRZ, neuer Ground
08.04.18 GSI Rümlang – FC Ramsen 2
3:0 (1:0), ca. 30 Zuschauer, Sportplatz Ettenfeld, Zürich

Der Acker, auf dem keine 500 Zuschauer Platz finden würden, befindet sich neben einer Tennishalle im Norden der Stadt. Das Highlight dieses Grottenkicks waren die startenden Flugzeuge vom nahegelegenen Flughafen Zürich, die noch sehr niedrig über den Sportplatz donnerten. Eintritt wurde natürlich auch hier keiner verlangt, dafür konnte sich das Verpflegungsangebot sehen lassen.

Nach einem kurzen Stopp am Spotterhügel, von dem man einen tollen Blick auf die Kreuzung der Pisten 10/28 mit 16/34 hat, ging es weiter zum Bahnhof Dietlikon, wo ich erst einmal Yves und seine Herzensdame abholte. Zu dritt fuhren wir schliesslich nach Brüttisellen, wo die Zweitvertretung von „Brütti“ auf dem seit Kurzem ligatauglichen Sportplatz Halsrüti das „Drü“ vom FC Schwamendingen forderte.

Fussball, Schweiz, 4. Liga FVRZ, neuer Ground
08.04.18 FC Brüttisellen-Dietlikon 2 – FC Schwamendingen 3
4:2 (2:0), ca. 50 Zuschauer, Sportplatz Halsrüti, Brüttisellen

Der Kick war auch hier wieder vom Prädikat „unterste Schublade“, ebenso die Leistung des Schiedsrichters und das Verhalten einiger Spieler am Ende. Ein spezielles Lob geht an den Wirt der auch hier benachbarten Tennishalle, welcher gerade Feierabend machte. Da wir Durst hatten und er uns keine warmen Getränke zumuten wollte überliess er uns nach dem Einkassieren kurzerhand den Schlüssel, so dass wir uns auch später noch am Kühlschrank bedienen konnten. Das nennt man Vertrauen.



FC Lauterach – SW Bregenz / FC KS-Sulgen – FC Amriswil 3.

7 04 2018

Nach einem Arbeitsunfall leicht angeschlagen und humpelnd, aber dank des strahlenden Sonnenscheins gut gelaunt ging es heute mit Haller Richtung Osten. Ziel war das Derby und zugleich Spitzenspiel in der Vorarlbergliga zwischen dem FC Lauterach und dem FC Bregenz. Fast ohne Stau wurde die Marktgemeinde rechtzeitig erreicht und es blieb noch Zeit einen Blick auf die Sportanlage Bruno Pezzey zu werfen, welche nach der 1994 viel zu früh verstorbenen Fussballlegende aus Lauterach benannt wurde. Hier trug der FC Lauterach bis vor Kurzem seine Heimspiele aus, urplötzlich wechselte man aber in die weit ausserhalb gelegene Sportanlage Ried. Verschiedenen Quellen nach soll der Sportplatz einer Strasse oder einer Überbauung weichen. Aktuell zeigt sich die Anlage aber noch in einwandfreiem Zustand.

Fussball, Österreich, Vorarlbergliga, neuer Ground
07.04.18 FC Lauterach – Schwarz-Weiss Bregenz
2:2 (2:1), 800 Zuschauer, Sportanlage Ried, Lauterach

An der Sportanlage Ried angekommen suchten wir erst einmal einen Parkplatz und zahlten brav die eher günstigen 6 EUR Eintritt. Derby, Spitzenspiel, geographische Nähe, tolles Wetter, aktive Fanszene der Gäste, Party mit Live-Band im Anschluss: Alles Faktoren die für eine vierstellige Zuschauerzahl sprachen. Wir wurden diesbezüglich etwas enttäuscht, doch immerhin 800 Zuseher fanden sich zu Spielbeginn am Spielfeld ein.

Die Bodensseestädter machten gleich zu Spielbeginn mit einem Intro aus Fackeln und Rauch auf sich aufmerksam. Desweiteren gehörte eine Schwenkfahne, Banner und ein Spruchband sowie eine erneute Pyroeinlage zu ihrem Repertoire. Akkustisch waren die rund 20 Supporter jedoch kaum wahrzunehmen.

Dank zwei korrekten und eiskalt verwandelten Elfmetern führten die Gastgeber zur Pause mit 2:1. Durch ein glückliches Tor gelang den Gästen in der zweiten Spielhälfte noch der Ausgleich. Alles in allem ein akzeptables Resultat eines guten Spiels, welches nach dem Pausentee jedoch etwas an Fahrt verloren hatte.

Fussball, Schweiz, 5. Liga OFV, neuer Ground
07.04.18 FC KS-Sulgen – FC Italica Amriswil
7:2 (4:0), ca. 60 Zuschauer, Sportplatz Thurfeld, Kradolf-Schönenberg

Mit einem perfekten Zeitpolster ging die Fahrt im Anschluss zurück in die Heimat, wo irgendwo im Niemandsland von Mostindien eine Partie der letzten Schweizer Spielklasse auf uns wartete. In der kleinen Thurgauer Gemeinde Kradolf-Schönenberg spielt der FC KS-Sulgen zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten ziemlich erfolgreich in der 5. Liga OFV. Weniger glorreich standen die Gäste aus Amriswil da. Die Drittvertretung, welche als Italienermannschaft auftritt, verlor bis auf ein Remis bisher jedes Spiel. Auch heute sollte sich daran nichts ändern.

Zur Pause stand es bereits 4:0 für das Heimteam, es folgten 3 weitere Treffer in der zweiten Hälfte. Die Gäste, nach einer gelb-roten Karte längst mit einem Mann weniger, bäumten sich aber nochmals auf und kamen immerhin noch zu 2 Toren.

Eintritt kostete die Partie wie üblich in dieser Liga keinen, rund 60 Zuschauer fanden sich am Spielfeldrand ein und sassen mehr oder weniger direkt auf der Strasse. Positiv zu erwähnen gilt das für die Partie sogar der Grill angeschmissen wurde, in dieser Spielklasse eher unüblich.



Ostermontag im Kanton Bern.

3 04 2018

Am Ostermontag führte mich der Weg gegen Mittag in Richtung Berner Oberland, wo die Alpen bereits mit einem wunderschönen Panorama auf mich warteten. Das erklärte Ziel lag in Interlaken, zwischen Thuner- und Brienzersee. Der örtliche Fussballclub spielt nicht allzu erfolgreich in der 2. Liga des FVBJ. Der heutige Gegner war die im Mittelfeld positionierte AS Italiana aus Bern.

Fussball, Schweiz, 2. Liga FVBJ, neuer Ground
02.04.18 FC Interlaken – AS Italiana
1:4 (0:1), ca. 200 Zuschauer, Sportplatz Lanzenen, Interlaken

Schon nach wenigen Minuten landete die Kugel das erste Mal im Netz der Gastgeber. Zuvor hatten diese jedoch 3 Grosschancen. Auch sonst lag es bei Interlaken vor allem an der mangelnden Chancenauswertung und dem etwas unglücklichen Torhüter, dass man am Ende mit 1:4 verlor. Der Interlaker Goalie hätte bereits in der Startviertelstunde nach einem fragwürdigen Ausflug aus dem Strafraum und dem darauffolgenden Foul die rote Karte sehen müssen. Der Schiri hatte diese auch schon in der Hand, erbarmte sich nach einem Gespräch mit seinem Assistenten jedoch nur gelb zu zeigen. Dies führte dann noch kurz zu Tumulten, das Spiel wurde dann aber relativ fair beendet.

Der Eintritt zum Sportplatz Lanzenen, unweit des Bahnhofes Interlaken Ost, kostete faire 5 CHF. Anstelle eines Tickets gab es einen Werbeflyer. Rund 200 Zuschauer fanden den Weg zu diesem Kick. Das grosse Bier der lokalen Rugen-Brauerei gab es für 4.50 CHF ab dem Zapfhahn. Persönlich hätte ich jedoch lieber ein Bier der Brauerei „Haarige Kuh“ probiert, die ihre Produktionsstätte gar in der Nachbarschaft hat.

Fussball, Schweiz, 2. Liga FVBJ, neuer Ground
02.04.18 FC Wyler – FC Kirchberg
2:3 (2:2), ca. 120 Zuschauer, Sportpark Wyler, Bern

Nach dem Spiel ging es mit einem grösseren Zeitpolster in die Bundeshauptstadt wo eine halbe Stunde nach dem Anpfiff zum Super League-Schlagerspiel BSC Young Boys – FC Basel nur wenige hundert Meter entfernt im Sportpark Wyler zu einem weiteren 2. Liga-Spiel angepfiffen wurde. Erst einmal ärgerte ich mich über die unverschämten 2.20 CHF Parkgebühren pro Stunde, welche die Raubritter der Stadt Bern von mir verlangten. Und dies im Industriegebiet. Leider waren die wenigen kostenlosen Parkplätze alle besetzt. Der Eintritt kostete dann aber wieder einen fairen Fünfliber, dazu gab es ein schönes Ticket.

Ähnlich wie im Spitzenspiel stand es auch in der Partie FC Wyler gegen den FC Kirchberg lange 2:2. In der Schlussphase gingen die Gäste jedoch in Führung, verloren aber noch einen Mann durch eine gelb-rote Karte. Die Gastgeber schafften den Ausgleich aber nicht mehr, und so ging es mit hunderten anderen Autos in der Blechlawine der permanent überlasteten A1 nach Hause.



FC Zell im Wiesental – FC Schlüchttal.

31 03 2018

Da es mal wieder mehr oder weniger den ganzen Samstag regnete wichen natürlich wieder fast alle Vereine in der Gegend auf Kunstrasen aus oder sagten ihre Spiele gleich ganz ab. So musste also wieder einmal ein Verein herhalten der seinen Hauptplatz ohnehin schon mit Plastik verunstaltet hatte. Die Wahl fiel auf den FC Zell im Wiesental.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
31.03.18 FC Zell im Wiesental – FC Schlüchttal
3:0 (0:0), ca. 120 Zuschauer, Sportpark Brühl, Zell im Wiesental

Im Sportpark Brühl, etwas ausserhalb des Ortes, wurde zur Partie der Bezirksliga Hochrhein gegen den FC Schlüchttal geladen. Beide Vereine befinden sich grob gesagt im Mittelfeld der Tabelle, die Hausherren im vorderen, die Gäste im hinteren Bereich. Der Eintritt kostete 4 EUR, dafür gab es ein gewöhnliches Abrissticket und ein Spielprogramm.

Das Spiel war zum Gähnen langweilig, da konnte auch der 3:0-Sieg der Grünen nichts daran ändern. Die grosse Flasche Rothaus-Bier gab es für 2.50 EUR, die Portion Pommes für 1.50 EUR. Direkt vor der Sportanlage führt die Wiesentalbahn durch. Diese Strecke führt zwar fast ausschliesslich durch Deutschland, wird aber von den SBB als S6 der S-Bahn Basel bedient.



AS Bourgfelden – Steinbrunn FC.

30 03 2018

Für den heutigen Karfreitag gab es eine erschlagende Anzahl an 15:00-Spielen im Land der Gallier, allerdings keine schlaue Möglichkeit für einen lohnenswerten Doppler. Zusammen mit Patrick fiel die Wahl schliesslich auf das hübsche, verlotternde Stade de Bourgfelden, unweit der Grenze bei Basel in Saint-Louis.

Fussball, Frankreich, Division 1 A 68, neuer Ground
30.03.18 AS Bourgfelden – Steinbrunn FC
1:2 (0:0), ca. 40 Zuschauer, Stade de Bourgfelden, Saint-Louis

Die Tribüne hatte definitiv schon bessere, wenn auch nicht zwingend erfolgreichere Zeiten gesehen. Stolze 4 Euro wollte der Rotzbengel im hübschen Kassenhäuschen für diesen Kick in der zehnten Spielklasse noch haben, selbst kurz vor der Halbzeitpause rannte er noch neuen Zuschauern hinterher.

Auf dem Rasen taten sich die Akteure schwer ein Tor zu erzielen, obwohl dies Angesichts der unsicheren Torhüter nicht allzu schwer hätte sein dürfen. Nach dem Pausentee fielen erst ein Treffer für die Hausherren, dann deren zwei für die Gäste aus Steinbrunn-le-Bas. Die schmerzliche Niederlage im Duell Letzter gegen Zweitletzter krönten die Gastgeber mit einer unnötigen roten Karte welche sie sich Sekunden vor dem Schlusspfiff einfingen.

Kulinarisch gibt es nichts zu erwähnen. In der versteckten und schummrigen Gaststätte unter der Tribüne gab es wohl Kaffee, Bier und Softdrinks, wir liessen es aber bleiben.



SK Root – FC Muotathal.

30 03 2018

Über Umwege führten mich die mehrheitlich verstopften Strassen gestern schliesslich nach Root im Kanton Luzern, obwohl das erklärte Ziel ganz woanders, nämlich im Kanton St. Gallen lag. Irgendwann musste ich mich trotz geschickten Umfahrungsmanövern der Blechlawine geschlagen geben und auf das geplante 2.-Liga-Spiel mit David in Weesen verzichten. Als Alternative bot sich der SK Root eine Liga tiefer, in der 3. Liga Innerschweiz an. Hier traf ich dann auch auf Patrick, der mit dem Zug angereist war. Später erfuhr ich von David dass die Partie in Weesen abgesagt wurde.

Fussball, Schweiz, 3. Liga IFV, neuer Ground
29.03.18 SK Root – FC Muotathal
2:2 (1:1), ca. 150 Zuschauer, Sportplatz Unterallmend, Root

Die Partie zwischen dem SK Root und dem FC Muotathal aus dem Kanton Schwyz sorgte gleich zu Beginn für einen Schmunzler bei den Mannschaftsaufstellungen. Selten genug kommt es vor dass fast ausschliesslich helvetische Akteure auf dem Platz stehen. Beim FC Muotathal scheinen diese noch grösstenteils miteinander verwandt zu sein, treten doch fast ausschliesslich die Nachnamen Gwerder (7x), Schelbert (4x) und Betschart (3x) in Erscheinung.

Das Spiel auf der gut besuchten Unterallmend in der Rontaler Gemeinde konnte zumindest in der ersten Spielhälfte überzeugen. Nach dem 2:2 im zweiten Umgang und einer gelb-roten Karte gegen dien Platzherren flaute das Spiel jedoch deutlich ab. Es blieb bei der Punkteteilung.

Gut 150 Zuschauer waren an diesem kalten Gründonnerstagabend zu Gast. Es wurde Eintritt kassiert, irgendwie wurden wir aber ignoriert da der Kassier es eilig hatte zum Bierstand zu gelangen. Bier gab es für 5 CHF/gross, eine Bratwurst kostete 5.50 CHF und den Nussgipfel bekam man für 3 CHF. Die Auswahl war aber noch um Einiges grösser. Der Sportplatz Unterallmend, weit abgelegen im Industriegebiet, bietet zwar keinen Ausbau, aber ein hübsches Clublokal wo man auch sitzen oder unterstehen kann.



SV Jestetten – SV 08 Laufenburg.

26 03 2018

Obschon ich die Spiele am Hochrhein in der Regel mit dem Auto besuche entschied ich mich dieses Mal für die Eisenbahn. Der Bahnhof Jestetten liegt zwar in der gleichnamigen Deutschen Gemeinde, wird aber von den SBB betrieben und auch lediglich durch diese (und ihrer Tochter Thurbo) angefahren. Da ich diesen Bahnhof selber oft angefahren habe wollte ich nun auch mal als Passagier ein- und aussteigen. Ausserdem macht auch die Strecke, welche mich dank Sparbillet vier mal am Rheinfall vorbei und zwei mal über das Eglisauer Viadukt führte ordentlich was her.

Unweit vom Bahnhof befindet sich die Sportanlage im See, wo der SV Jestetten seine Spiele im hübschen Seestadion austrägt. Zurzeit spielt man in der Bezirksliga Hochrhein, und dies gar nicht mal so schlecht. Die Partie gegen den SV 08 Laufenburg lautete nämlich Vierter gegen Erster. Spielerisch war als Spannung angesagt, was sich 320 Zuschauer nicht entgehen lassen wollten. Faire 3 EUR kostete der Eintritt, dafür gab es leider nur eine der üblichen Abrisskarten.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochhrein, neuer Ground
24.03.18 SV Jestetten – FC 08 Laufenburg
2:2 (1:1), 320 Zuschauer, Seestadion, Jestetten

Die Partie hielt was sie versprach, wobei auch der schwache Schiedsrichter kräftig mithalf. Am Ende gab es ein 2:2-Unentschieden, was keine der beiden Mannschaften wirklich glücklich machte. Hatten die Gastgeber doch nach einer gelbroten Karte gegen die Grenzstädter genügend Zeit das Spiel zu gewinnen. Die Gäste ihrerseits trauerten dem verschossenen Elfmeter in Unterzahl nach, den der Jestetter Torhüter mirakulös hielt. Genauso spektakulär war übrigens der Laufenburger Ausgleich durch einen wunderschönen Fallrückzieher.

Speziell zu erwähnen gibt es hier noch den Bierpreis: Obwohl Jestetten nur einen Steinwurf von der Schweizer Grenze liegt zahlt man hier nur 1.80 EUR für die grosse Flasche Rothaus und 1.60 EUR für die kleine. Preise, die ich am Hochrhein noch nie erlebt habe. Die Bratwurst kostete zwar 3 EUR, hatte aber Schweizer Qualität und wurde mit dunklem Brot serviert.



Ein Wochenendausflug nach Bayern.

20 03 2018

Am Wochenende sollte es mal wieder zu Ralph und Sandra nach Freising gehen.Nach Ankunft gab es erst einmal ein herzhaftes bairisches Frühstück in Form von Weisswurst, Brezn und Bier. Der Samstag lief dann auch wie geplant ab: Mit dem Bayern-Ticket nach Töging am Inn und dabei ein paar Bierchen konsumieren.

Fussball, Deutschland, Landesliga Bayern Südost, neuer Ground
17.03.18 FC Töging – SE Freising
0:3 (0:2), 280 Zuschauer, Stadion am Wasserschloss, Töging am Inn

Die SE Freising gewann die Partie der Landesliga Bayern Südost im hübschen Stadion am Wasserschloss mit 3:0 und machte einen weiteren Schritt Richtung Bayernliga. Eintritt kostete der Spass wie immer in der Liga 7 EUR.

Der nächste Tag hielt eine unschöne Überraschung in Form von Schnee bereit. Das geplante 11:00 Uhr-Spiel in Hallbergmoos wurde erst kurz vor Anpfiff abgesagt und so machten wir uns auf nach München, wo es weniger Schnee hatte und noch einige Spiele auf „on“ waren. Obwohl wir ohnehin nur Kunstrasenhauptplätze ansteuern war der erste Versuch erfolglos. Beide Mannschaften auf dem Sportplatz Wackersbergerstrasse wollten zwar kicken, doch hatte der Verband die ganze Liga abgesagt. Also ging es schnell rüber zum 06er-Platz, wo um 12:00 Uhr die A-Jugend spielen sollte. Da der Platz in einwandfreiem Zustand war und somit auch das für 14:30 Uhr angesagte Bezirksligaspiel stattfinden sollte suchten wir noch eine weitere Partie um später zurückzukehren.

Fussball, Deutschland, B-Klasse München, neuer Ground
18.03.18 FC Alemannia München 2 – SV-DJK Taufkirchen 2
0:4 (0:3), ca. 15 Zuschauer, BSA Ramersdorf (Nebenplatz 6), München

Gespielt wurde zwar beim FC Alemannia München, doch das Spiel der Zweitvertretung wurde auf einem der Nebenplätze der BSA Ramersdorf augetragen. Ein Spiel zum vergessen.

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Oberbayern Ost, neuer Ground
18.03.18 SpVgg Haidhausen – FC Finsing
2:1 (1:0), 85 Zuschauer, Sportanlage St.-Martin-Strasse, München

Immerhin konnte das Bezirksligaspiel auf der Sportanlage St. Martin-Strasse (06er-Platz) überzeugen und es fand eine reger Austausch unter weitgereisten Hoppern statt. Auch das Spiel hätte schlechter sein können. 6 EUR kostete der Wegzoll, eine Eintrittskarte gab es nicht.

Zum Highlight der Tour kam ich eigentlich ganz unerwartet. Irgendwann meinte Ralph das der ESV Kaufbeuren am Sonntagabend noch spielen würde. Da dies auf dem Heimweg lag wurde die neue Eishalle trotz ausverkauftem Haus angesteuert. Während ich noch vom Security vor dem Kassenbereich abgetastet wurde hörte ich wie hinter mir eine Dame vom Fanclub der Gäste die Geschäftsstelle suchte, um 2 Karten zurückzugeben. Natürlich meldete ich mich gleich und so wurde mir der Eintritt in die moderne Eishalle für den Originalpreis von 16 EUR gewährt.

Eishockey, Deutschland, DEL 2 Playoff 1/4-Final, neuer Ground
18.03.18 ESV Kaufbeuren – EC Bad Nauheim
3:0 (2:0, 0:0, 1:0), 3’100 Zuschauer (ausverkauft), Eisstadion, Kaufbeuren

Das erst diese Saison eröffnete Eisstadion in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fussballstadion scheint mit 3’100 Plätzen jetzt schon zu klein geraten. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste aus dem hessischen Bad Nauheim zeigten zu Spielbeginn eine Choreo. Die Stimmung war ganz ordentlich und das Spiel sehr hart geführt. Letzteres äusserte sich unter anderem dadurch dass die Eismeister gerufen wurden um Blut vom Spielfeld zu kratzen. Die Ostallgäuer führen in der Serie nun 2:1 und die roten Teufel zeigten sich als schlechte Verlierer.



Roadtrip durch den Norden Floridas.

11 03 2018

Florida wäre für diese Ferien sicher kein Reiseziel gewesen dass in die engere Auswahl gekommen wäre, doch einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und so brachte uns die Edelweiss Air kostenneutral in den Schniepel der USA. Den Return-Flug für 2 Personen hatte ich bei einem Wettbewerb gewonnen. Der Service bei Edelweiss ist übrigens sensationell, leider muss man für Bier und andere alkoholische Getränke bezahlen. Dies lag aber ohnehin nicht drin, ich musste nach der Ankunft ja fahren. Für eine Woche kostete der Mietwagen aus Südkorea gerade mal 170 CHF. Eigentlich hätte exakt zu dem Zeitpunkt als wir über Cape Canaveral flogen ein Raketenstart stattfinden sollen den wir vom Flugzeug aus super gesehen hätten, leider wurde dieser kurzfristig verschoben.

Bereits der zweite Tag wurde für einen Besuch der Universal Studios verplant. Da wir bereits in Tokio einen Disney Park besucht hatten entschieden wir uns dieses mal für einen der drei Universal Parks. Für 117 USD für 1 Tag und 1 Park gab es das Ticket direkt am Eingang. Später musste man beim Eingang einen Fingerabdruckscan abgeben, welcher unter anderem für Schliessfächer gebraucht wird oder um zu prüfen dass jeder nur 1 Bier trinkt. Die Preise für Essen und Getränke waren aber ohnehin jenseits von Gut und Böse. Die Attraktionen, von denen viele mit 4D-Technik funktionieren, haben uns aber sehr gut gefallen. Die Qualität ist wirklich hochstehend und die Wartezeiten waren mit 15 – 50 Minuten durchaus akzeptabel, vor allem da einem oft im Wartebereich schon etwas geboten wird.

Eishockey, USA, East Coast Hockey League, neuer Ground
01.02.18 Atlanta Gladiators @ Jacksonville Icemen
2:1 (0:1, 2:0, 0:0), 2’978 Zuschauer, Veterans Memorial Arena, Jacksonville, FL

Leider wurde im Februar in den USA noch kein Fussball gespielt, da muss man sich mit Eishockey begnügen. Und da die beiden NHL-Grounds im Sunshine State schon vor 3 Jahren abgehakt wurden mussten wir dieses mal mit der dritten Spielklasse, der East Coast Hockey League Vorlieb nehmen. Gespielt wurde in Jacksonville, der flächenmässig grössten Stadt der USA. Die Veterans Memorial Arena fasst bei Eishockeyspielen 8’500 Zuschauer und war nur spärlich gefüllt. Dies lag bestimmt nicht an den eher günstigen Eintrittspreisen (wir zahlten je 13.50 USD) sondern am letzten Tabellenplatz der Icemen, welche vor einem Jahr noch in Evansville, Indiana spielten.

Vor dem Spiel gönnten wir uns ein lokales Craft-Bier in der Sports Tavern gleich nebenan und füllten unsere unsere Mägen mit Tacos und Philly Cheese Steak. Das Spiel wurde wie in den USA üblich immer wieder durch Werbepausen und patriotische Einlagen der US Army unterbrochen und endete mit einem knapoen Sieg für die Gäste aus Atlanta. An diesem Wochende tragen die Eismänner übrigens gleich 3 Heimspiele in 3 Tagen aus, 2 Mal hintereinander gegen die Gladiatoren.

Als nächster Halt wurde St. Augustine auserkoren, die älteste Stadt der USA. 1565 wurde es von den Spaniern gegründet, welche unter anderem mit dem Castillo San Marcos ihre Spuren hinterliessen. In seiner Vergangenheit wurde St. Augustine mehrfach geplündert und niedergebrannt, trotzdem blieben viele Gebäude aus der Zeit der Kolonialisierung und des 19. Jahrhunderts erhalten, was viele (vor allem einheimische) Touristen und Schulklassen anlockt.

Nach St. Augustine haben wir es uns für 2 Nächte im Flamingo Inn direkt am Strand von Daytona Beach gemütlich gemacht und liessen den Sturm vorüberziehen. Daytona Beach ist nicht nur für den angeblich berühmtesten Strand der Welt bekannt sondern schmückt sich selbst auch mit den Titeln „Spring break capitol of the world“ und „World center of racing“. Insbesondere wegen letzterem sind wir auch hergekommen. Am ersten Tag besuchten wir eine Car show, welche jeden Monat neben einem grossen Markt stattfindet. Vom modernen Sportwagen über schöne Oldtimer gab es so ziemlich alles zu sehen.

Das Highlight war aber die Führung durch den Daytona International Speedway, der Heimat des Motorsports. 101’500 Zuschauer finden auf der mächtigen Tribüne Platz, welche über eine Meile lang ist. Die Rennstrecke selbst ist 2.49 Meilen, also 4 Kilometer lang. Das jährliche Highlight in der NASCAR Cup Series findet in 2 Wochen bereits zum 60. Mal statt. Neben der Rennstrecke liegt auch gleich der Flughafen von Daytona. Die 90-minütige Tour im Trolley kostete 25 USD pro Person und war jeden Cent wert.

Einen Tag vor der Heimreise lag noch ein Besuch am Cape Canaveral, genauer im John F. Kennedy Space Center, dem Besucherkomplex der NASA auf Merritt Island drin. Innerhalb dieses Weltraumbahnhofes liegen die Startrampen für die NASA-Raketen, aber auch für private Unternehmen wie SpaceX von Elon Musk, welches morgen einen Meilenstein in seiner Geschichte vor sich hat. Für 50 USD wird einem ganz schön was geboten, zum Beispiel gibt es verschiedene Simulationen, die original Kommandozentrale der Appollo-Missionen, viele Originalrelikte wie die Appollo 7 und das Space Shuttle Atlantis zu sehen. Ausserdem gibt es Vorführungen im IMAX-Kino und eine Bustour zu den Startrampen und dem Vehicle Assembly Building, einem der grössten Gebäude der Welt. Alleine die US-Flagge am Gebäude ist über 21 Stockwerke gespannt. Es hätte noch viel mehr Sehenswertes gegeben, dich der Tag neigte sich dem Ende zu. Alles in allem ein cooler Tagesausflug den man auch gut mit etwas Natur verbinden kann. Merritt Island ist nämlich auch ein riesiges Naturschutzgebiet in dem auch Alligatoren und jegliche Vogelarten leben.

Zum Abschluss der Reise haben wir es tatsächlich noch geschafft den Start der SpaceX-Rakete Heavy Falcon live mitzuerleben. Aus verkehrstechnischen Gründen war der Besuch einer offiziellen Plattform keine Option, so suchten wir uns einen Platz am schon am Morgen von abertausenden Schaulustigen belegten Ufer. Da der Start mehrfach verschoben wurde hatten wir schon abgeschrieben dabeizusein, da wir zum Flughafen mussten. Wir riskierten es dann doch und sahen einen Bilderbuchstart der momentan stärksten Trägerrakete. Nach dem Start brach der Verkehr wie erwartet zusammen und wir schafften es gerade noch den Mietwagen pünktlich abzugeben und den Flug zurück nach Zürich zu erwischen.