FC Geisslingen – TuS Efringen-Kirchen.

16 10 2017

Fussball, Deutschland, Bezirksliga Hochrhein, neuer Ground
15.10.17 FC Geisslingen – TuS Efringen-Kirchen
1:5 (0:4), 140 Zuschauer, Sportplatz Geisslingen, Klettgau

Da ausnahmsweise der Morgenkick im Kanton Zürich verschlafen wurde machte ich mich am Nachmittag auf in Richtung Südbaden. Bei herrlichem Herbstwetter boten die Rebberge auf dem Weg ein traumhaftes Farbenspiel. Ziel war die Gemeinde Klettgau, genauer der Ortsteil Geisslingen. Hier trägt der diesjährige Aufsteiger in die Bezirksliga Hochrhein seine Heimspiele aus. Der unspektakuläre, aber idyllische Platz am Dorfrand wurde im Jahre 1953 errichtet. Damals hatte man schon auf modernste Entwässerungsmethoden gesetzt. Ausserdem soll die Idylle bald durch den Bau einer neuen Turnhalle gestört werden. Diese, und viele weitere Informationen über den Verein erzählte mir ein älterer Herr, welcher beim Bau des Sportplatzes dabei war. Er hatte auch eine Erklärung für die miserable Saisonleistung der Geisslinger Elf. „Das Sturmtrio ist auf einem Auslandssemester in England und kommt erst an Weihnachten zurück.“ Das Training in Oxford sei aber gesichert, es gäbe dort auch einen Fussballclub. Die Geisslinger verloren also einmal mehr, diesmal mit 1:5, bereits nach 15 Minuten war das Spiel mit 0:3 entschieden. Während des Spiels wechselten noch ein paar Euro den Besitzer, 3 davon für den Eintritt, 2.50 für eine Flasche Rothaus-Bier und weitere 2.50 für eine wirklich gute Schweinsbratwurst vom Grill. Es war dies übrigens schon mein vierter Ground in der Gemeinde Klettgau.

 



FC Rafzerfeld 2 – FC Regensdorf 2.

8 10 2017

Fussball, Schweiz, 4. Liga FVRZ, neuer Ground
08.10.17 FC Rafzerfeld 2 – FC Regensdorf 2
1:3 (1:1), ca. 40 Zuschauer, Sportplatz Trube, Rafz
2. Liga FVRZ somit komplett.

Etwas später als gewohnt, nämlich um 11:30 Uhr, stand der gewohnte Sonntagmorgenkick im Zürcherischen Fussballverband an. Da die geplante Komplettierung der 2. Liga FVRZ tags zuvor wegen des Länderspiels verschoben werden musste sollte dies eben mit der Zweitvertretung des FC Rafzerfeld nachgeholt werden.
Der Sportplatz Trube in der Grenzgemeinde Rafz wurde schnell gefunden. Viel zu früh war ich zum Glück nicht dort, denn das Wetter war kalt und garstig. Da eine Jugendmannschaft fast zeitgleich spielte gab es auch keine Nebenplatzgefahr. Der Sportplatz Trube gehört zu einem Schulareal und verfügt über einige Betonstufen am Clubhaus. Der provisorische Kiosk in einem Container ist weniger zu empfehlen, man hatte es gerade mal geschafft zur Halbzeit 3 Würste auf den Grill zu legen, von denen 2 reserviert waren. Das Spiel fing langweilig an, gewann jedoch aufgrund einer miserablen halben Stunde des Schiedrichers etwas an Brisanz. Der Unparteiische schien dabei ein paar Regeln nach seinem eigenen Ermessen auszulegen. Am Ende gewannen die Gäste nicht unverdient mit 1:3, der Penalty zum 1:2 kann sich aber wohl nur der Schiri erklären. Zum ersten Mal überhaupt habe ich somit beide Gruppen der 2. Liga FVRZ komplett.



Schweiz – Ungarn.

8 10 2017

Fussball, Schweiz, WM-Qualifikation
07.10.17 Schweiz – Ungarn
5:2 (2:0), 32’018 Zuschauer, St. Jakob-Park, Basel

Da ein Freund meines Vaters 5 Sitzplätze an bester Lage für das Schlagerspiel gegen Schweiz – Ungarn gewonnen hatte liess auch ich mich wieder einmal zu einem Auftritt der in der WM-Qualifikation bisher verlustpunktlosen Schweizer Nati hinreissen. In Pratteln wurde man von der Autobahn gelotst um abseits vom Verkehrschaos um den Basler St. Jakob-Park für 10 CHF das Automobil zu parkieren. Mit dem „Drämmli“ ging es schliesslich zum Stadion, wo rund 2 Stunden vor Anpfiff ordentlich was los war. Leider wie gewohnt viel Werbung und alles sehr schlecht organisiert. Was den Bierausschank angeht hätte man meinen können die Organisatoren würden zum ersten Mal ein Spiel dieser Grösse ausrichten. Für 5.50 CHF plus 2 CHF Depot gab es schliesslich einen knapp gefüllten 4dl-Becher abgestandene Feldschlösschen-Pisse. Überraschenderweise gab es auch im Stadion Bier mit Alkohol, allerdings nicht an allen Ständen. Das soll noch einer verstehen.

Die Nati überzeugte mit einer soliden Leistung und schoss die Ungaren, für die es um nichts mehr ging, gleich mit 5:2 ab. Das letzte Tor wäre allerdings vermeidbar gewesen. Für Stimmung sorgten die zahlreichen Magyaren, welche den Gästeblock gut ausfüllten und auch mit etwas Pyro auf sich aufmerksam machten. Wenn auch die Stimmung nicht schlecht war, konnte man von den Schweizern nur vereinzelte „Hopp Schwiiz“-Rufe vernehmen. An Länderpsielen fehlt halt einfach der organisierte Support. Alles in allem ein gelungener Ausflug ans Rheinknie.



FC Engstringen – FC Altstetten.

1 10 2017

Fussball, Schweiz, 3. Liga FVRZ, neuer Ground
01.10.17 FC Engstringen – FC Altstetten
2:0 (1:0), 87 Zuschauer, Sportplatz Brunewiis, Oberengstringen

Wenn man am Sonntagmorgen Lust auf Fussball, aber keine Lust weit zu fahren hat, dann bietet sich immer wieder die 3. Liga FVRZ an. Beim FC Engstringen war ich allerdings schon einmal, damals wurde das hitzige Spiel gar mit einem Polizeieinsatz beendet. Inzwischen nutzen die Engstringer aber einen anderen Platz als Hauptplatz. Diesen gab es damals schon als Schulsportanlage und ich fragte mich warum er nicht genutzt wurde. Nun wurde das Potential auch vom Verein erkannt. Ein paar Modernisierungsarbeiten mussten erledigt werden, das alte, charmante Clublokal blieb aber dasselbe. Der alte Platz dient nun als Nebenplatz.

Am heutigen Morgen war der benachbarte FC Altstetten aus Zürich zu Gast. Die tolle Partie ging am Ende mit 2:0 an die Gastgeber. Als dumm konnte man insbesondere das Verhalten der Gäste bezeichnen, welche sich beim souveränen Schiedsrichter reihenweise Karten abholten, ohne zu merken dass der Unparteiische das ständige Gemaule rigoros ahndet. So kam es auch zu einem direkten Platzverweis gegen Altstetten.

Eintritt musste keiner bezahlt werden. Kurz vor Schluss, etwa in der Hälfte der siebenminütigen Nachspielzeit, fingen zwei Junioren an Spenden zu sammeln. Wohl etwas spät, da sich die Hälfte der offiziell 87 Zuschauer bereits auf dem Heimweg befand. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt, ich blieb allerdings nur beim dringend benötigten Kaffee.



SC Schwyz – FC Küssnacht am Rigi.

27 09 2017

Fussball, Schweiz, IFV-Cup 1/16-Finals, neuer Ground
26.09.17 SC Schwyz – FC Küssnacht am Rigi
1:3 (0:1), ca. 80 Zuschauer, Sportplatz Tschaibrunnen, Schwyz

Ausnahmsweise hatte ich einen freien Tag unter der Woche, der sollte natürlich für Fussball genutzt werden. Zusammen mit Yves ging es in die Urschweiz, genauer nach Schwyz, dem Hauptort des gleichnamigen Bezirks im gleichnamgen Kanton. Mitten im schönen, aber verkehrstechnisch anspruchsvollen Städtchen trägt der SC Schwyz seine Heimspiele in der 3. Liga IFV auf dem Sportplatz Tschaibrunnen aus. Da heute die 1/16-Finals des IFV-Cup auf der Traktandenliste standen war mit dem FC Küssnacht am Rigi jedoch ein um eine Liga höher klassierter Gegner zu Gast.

In einem doch recht ausgeglichenen Spiel verlor der heimische SC mit 1:3. Trotz freiem Eintritt wohnten nur rund 80 Zuschauer der Partie bei, was man vielleicht auf die kühlen Herbsttemparaturen schieben kann. Der Sportplatz Tschaibrunnen verfügt über ein paar etwas erhöhte Sitzreihen und einem Unterstand der einer Tribüne ähnelt. Kulinarisch kann sich das Angebot ebenfalls sehen lassen: Yves liess es sich mit Schweinswürstchen und Raclettebrot (je 6.50 CHF) gutgehen, ich wählte eine Schweinswurst vom Grill für 6 CHF und ein Einsiedler Maisgold-Bier für 4 CHF.



Ein Wochenendausflug nach Andorra: 2’500 Autokilometer in 48 Stunden.

26 09 2017

Auch dieser Beitrag ist schon ziemlich genau 10 Jahre alt, es war das verhängnisvolle Wochenende an dem ich David, Reto und Andrea kennenlernte.

Endlich sollte es soweit sein. Schon lange hatten wir unsere Autobesatzung für die Fahrt in den Zwergstaat in den Pyrenäen zusammen. Doch nachdem am Donnerstag zuvor bereits Einer absagte, kam am Freitag noch jemand hinzu. Kurzfristig konnte ein Ersatzmann gefunden werden, doch ein Platz schien bei der Abfahrt leer zu bleiben.

Da brachte Lukas die Idee ins Spiel, Andrea zu fragen, welche vorher mit Ihnen am Spiel SC Cham-FC Gossau in Zug war. Und siehe da, diese sagte auch gleich zu. So fuhren wir, das waren Lukas, Reto, David und Ich, wieder zurück nach Zug um Andrea abzuholen.

Etwa eine Stunde später als geplant, aber mit immer noch massivem Zeitüberschuss machten wir uns also auf den Weg Richtung Süden. Die Fahrt verlief trotz des Bahnstreiks in Frankreich ohne Stau, und nach dem Reto für rund zwei Stunden das Steuer übernommen hatte, genehmigten wir uns ein Frühstück in der Nähe von Montélimar.

Die zweite Hälfte der Fahrt bei strahlendem Sonnenschein war nun auch Einiges angenehmer, und das Panorama, welches man auf der Strecke zwischen Perpignan und Andorra geniessen durfte, entschädigte uns für die ganzen Strapazen bei Weitem. Insbesondere die Fahrt über den Port d’Envalier, welcher mit 2407 Metern der höchste Pyrenäenpass ist, bot uns eine herrliche Aussicht.

Vorbei an malerischen Städtchen und Festungen, erreichten wir gegen Mittag schliesslich das Fürstentum zwischen Frankreich und Spanien, welches flächenmässig als grösster der sechs Europäischen Zwergstaaten gilt. Auf dem Weg durch das schmale Tal machten wir unterwegs einen Halt, um die einzige Eishalle des Landes, den Palau de Gel in Canillo zu besichtigen. Dabei handelt es sich um einen Multikomplex, welcher neben der Eishalle auch ein Kino und ein Schwimmbad beinhaltet. Sogar Eishockeymeisterschaftsspiele finden hier statt.

Nun versuchten wir unser zuvor gebuchtes Hotel in Escaldes-Engordany zu finden, was sich als äusserst schwierig herausstellte. Zum einen hatte ich mit diversen abgesperrten Strassen zu kämpfen, zum anderen war es schwierig herauszufinden, wo Escaldes-Engordany aufhört und Andorra la Vella anfängt. Das ganze Prozedre gipfelte darin, dass mich eine Verkehrspolizistin mitten auf einer Kreuzung auf Katalanisch zusammenstauchte, da sie mich zuvor in verkehrter Richtung aus einer Einbahnstrasse hatte kommen sehen.

Nach dem Check-In fuhren wir zuerst mal in das Nachbardorf Sant Julià de Lòria, um das Stadion des zweiten Spiels ausfindig zu machen, schliesslich sollte man zwischen den beiden Spielen am Abend nur wenige Minuten Zeit für den Transfer haben.

Nun ging es also zum Nationalstadion. Kaum hatten wir das Auto geparkt, trafen wir auch schon auf die ersten Groundhopper aus Hamburg. Im späteren Verlauf des Abends sollten es noch einige mehr werden.

Da es noch über zwei Stunden bis zum Anpfiff dauerte, machten wir es uns erstmal in einem nahe gelegenen Restaurant gemütlich, während die Deutschen den Fast Food-Riesen mit dem gelben M bevorzugten. Für einmal muss ich jedoch sagen, dass wir es nun waren, welche mit einem ungeniessbarem Essen zu kämpfen hatten. Die Pommes Frites waren schlichtweg kalt, und das was auf der Karte als Kanninchen deklariert war, ähnelte dem was übrig bleibt, nachdem man ein Hühnchen gegessen hat.

Fussball, Andorra, Euro 08-Quali, neuer Ground und Länderpunkt
17.11.07 Andorra – Estland
0:2 (0:1), 200 Zuschauer, Estadi Comunal, Andorra la Vella

Um 18.00 Uhr wurde auch endlich das Spiel der Qualifikation zur Europameisterschaft in Östereich und der Schweiz angepfiffen. Auf dem Platz standen sich Andorra und Estland gegenüber, welche beide keine Ambitionen mehr auf eine Teilnahme hatten. Andorra stand gar mit null Punkten und zwei geschossenen Toren als Tabellenletzter da.

In der ersten Spielhälfte dominierten die Esten, und gingen auch verdient mit 1:0 in Führung. Dieses Resultat hatte auch zur Pause noch Bestand. In der zweiten Hälfte machte Andorra etwas mehr Druck, ohne aber jemals gefährlich zu werden. Die logische Schlussfolgerung war das zweite Tor für die Balten, welche von rund 50 mitgereisten, und auch schon ziemlich angeheiterten Fans nach unterstützt wurden.

Während des Spiels traf man noch viele weiter Groundhopper aus Deutschland und Österreich, und man tauschte einige Anekdoten aus.

Fussball, Andorra, Segona divisió, neuer Ground
17.11.07 Inter Escaldes B – Sporting Club Escaldes
4:3 (2:2), ca. 50 Zuschauer, Camp d´Futbol d`Aixovall, Sant Julià de Lòria

Nun hatte man die ersten 90 Minuten in der klirrenden Kälte überstanden, und unmittelbar nach dem Apffiff machte sich der ganze Hoppertross auf in den Camp d´Futbol d`Aixovall, welcher seit dem Engagement eines Geldgebers auch als DEVK-Arena bezeichnet wird.
Hier finden sämtliche Ligaspiele des Landes statt, und an diesem Tag waren zwei Spiele der zweiten Liga angesetzt. Wir entschieden uns für das Erste um 20:00 Uhr, bemerkten aber recht schnell dass wir es nicht mehr rechtzeitig zum Anpfiff schaffen würden. Doch weit gefehlt. Was sich nun abspielte hatte ich bisher noch nie erlebt. Das Spiel hätte bereits seit sieben Minuten laufen sollen, doch die beiden Mannschaften standen spielbereit auf dem Platz, und warteten bis sich auch der Letzte der rund 24 Hopper im Stadion eingefunden hatte. Immerhin machten wir somit mehr als die Hälfte der anwesenden Zuschauer aus.

Das Spiel der beiden Teams aus den Tiefen der Tabelle erwies sich überraschenderweise als Einiges besser als das Vorhergegangene. Nebst einigen spektakulären Toren bot das Spiel einen Unterhaltungswert welchen ich schon lange nicht mehr erleben durfte. So kam es zum Beispiel dass das „Heimteam“ mit neun Spielern noch den Siegtreffer erzielte. Zu neunt waren diese nach einer roten Karte und dem Ausfall eines Spielers. Ein Wechsel lag nicht drin, da schlicht und einfach keine Auswechselspieler vorhanden waren.

Halb durchgefroren verliessen wir das Spiel nach dem Abpfiff und stellten unser Gefährt auf sein Nachtquartier in der Nähe des Hotels, um das örtliche Nachtleben auszukundschaften. Doch dieses Unterfangen schien äusserst schwierig, gabe es doch nebenden hunderten von Geschäften, Cafés und Restaurants kaum eine Lokalität welche sich als würdig erwies den Abend darin zu verbringen. Man wechselte also nach jedem Bier das Lokal, und somit war der Abend nach vier Bier auch schon gelaufen.

Im Hotel genossen wir noch den aus der Provence mitgebrachten Wein und so schlief man in den frühen Morgenstunden innert kürzester Zeit ein.

Der nächste Morgen begann früh. Auf das Frühstück im Hotel verzichteten wir um uns kurz vor der Grenze zu Frankreich, in Pas de la Casa mit günstigen Lebensmitteln einzudecken. Nachdem ich auch endlich Briefmarken und Choriz (scharfe Wurst) für meinen Vater besorgen konnte, schossen wir noch ein paar Erinnerungsfotos vor dem Grenzschild, und fuhren die steilen Bergstrassen zurück zur Autobahn.

Unterwegs hielten wir für einen kurzen Besuch einem kleinen Städtchen, welches von riesigen Festungsmauern umgeben war. Hier gönnten wir uns auch eine Portion Crèpes mit Nutella beziehungsweise Zimt und Zucker, wobei Letzteres in Frankreich unbekannt zu sein scheint.

Fussball, Frankreich, CFA 2, neuer Ground
18.11.07 Nîmes Olympique 2 – GS Consolat Marseille
1:1 (0:0), ca. 100 Zuschauer, Stade Guy Secondi, Manduel

Pünktlich zu Spielbeginn fanden wir uns um 15:00 in Manduel ein, einem Vorort der Stadt Nîmes, wo sich die zweite Equipe von Olympique Nîmes und das Team von GS Consolat Marseille in einem Spiel der fünften Spielklasse Frankreichs duellierten.

Das Stade Guy Secondi ist architektonisch eine Katastrophe. Das Spielfeld ist von meterhohen Zäunen umgeben, und die Tribüne wird in der Mitte durch den Aufgang zu den Spielerkabine geteilt, so dass man von den beiden Seiten jeweils nur eine Hälfte des Spielfelds sah. Das langweilige Spiel endete mit einem 1:1 Remis und verdient keine weitere Erwähnung.

Nun stand der Heimweg an. Unterwegs hielten wir rund ein Stunde für ein Nachtessen, welches jenem in Andorra in Nichts nachstand. Kulinarisch kann ich wirklich keines der beiden Länder empfehlen.

Jetzt hiess es Gas geben, denn drei meiner Mitfahrer mussten noch den letzten Zug in Bern erwischen, und dieser wurde auf die Minute auch erreicht. Nachdem ich noch Lukas in seine neue Wohnung in Bern chauffiert hatte nahm ich die letzten neunzig Kilometer alleine auf mich und erreichte punkt Mitternacht das Städtchen Lenzburg.

Zu der Reise kann ich sagen: Ich war positiv überrascht. Vor allem hatten wir es mit unserer interkantonalen Autobesatzung auch durchgehend lustig. Ausserdem kannten sich zuvor nicht mal alle der Mitfahrer. Andorra würde ich im Winter sogar als Ferienziel empfehlen, denn für Wintersportler hat es hier alles was man braucht, ausser ein ausgedehntes Nachtleben.



Pauschalurlaub mit Fussball in Sri Lanka.

26 09 2017

Da ich im Moment etwas schreibfaul bin und den Blog nicht ganz einschlafen lassen möchte beehre ich euch mit ein paar alten Berichten, welche bisher noch nicht aufgeschaltet waren. Hier ein Bericht aus Sri Lanka von vor ziemlich genau 10 Jahren.

„Hey my friend, you wanna Tuk-Tuk?“ Dies war mit Abstand der Satz, den wir während unseres Aufenthalts auf dem Eiland vor der Südspitze Indiens am meisten zu hören bekamen. Aber alles der Reihe nach:

Ungefähr drei Monate zuvor beschlossen Pascal (ein Kollege aus der Innerschweiz) und meine Wenigkeit unsere Ferien in Sri Lanka zu verbringen. Aufgrund der Flugtermine und der beträchtlich niedrigeren Kosten wählten wir als Abflugort den Franz Josef Strauss-Flughafen in der Bayerischen Landeshauptstadt München.

Nach getaner Arbeit machten wir uns am Samstag Morgen im VW Lupo auf in Richtung Freistaat. Selbstverständlich nicht ohne den obligaten Stau in Bregenz erreichten wir am Nachmittag den Münchner Vorort Ottobrunn, wo wir auch gleich von meiner Grossmutter und ihrem Ehegatten empfangen wurden, und auch unser Nachtquartier bezogen.

Es folgte eine kleine Stärkung, nach der wir uns mit der S-Bahn in Richtung Innenstadt bewegten, um das örtliche Nachtleben zu geniessen. Erst wurde dem legendären Hofbräuhaus ein Besuch abgestattet, welches dieses Jahr sein vierhundertjähriges Bestehen feierte. Es wurden unzählige Leute aus aller Herren Länder kennengelernt, und die Stimmung war wie üblich sehr ausgelassen. Nach einem Abstecher in die Leopoldstrasse beendeten wir den Abend (oder besser den frühen Morgen) in der Kultfabrik am Ostbahnhof, dem grössten Party-Areal Europas.

Am Morgen fuhren wir mit erneut mit der S-Bahn zum rund fünfzig Kilometer entfernten Flughafen. Da wir im Voraus nicht wussten mit welcher Airline wir fliegen sollten, war die Überraschung um so grösser dass es sich dabei um die Qatar Airways handelte, eine von nur vier 5-Sterne Airlines weltweit. Ausserdem wurde diese Fluggesellschaft in den letzten vier Jahren für den besten Kabinenservice ausgezeichnet. In der Tat widerfuhr uns ein Flugvergnügen ungeahnten Ausmasses, zumal wir unsere Plätze am Notausgang einnehmen durften, was gleichbedeutend mit etwa eineinhalb Meter Beinfreiheit war.

Der Flughafen Bandaranaike liegt etwa 35 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Colombo, auf dem Gebiet der Gemeinde Katunayake. Bei der Landung fiel uns zuerst ein freundliches „Begrüssungsschild“ auf, welches darauf hinwies, das Drogenbesitz in Sri Lanka mit dem Tode bestraft wird.

Die Zollkontrolle verlief jedoch reibungslos, obwohl das Ausfüllen des Visumantrags doch ganz schön nervte. Vor dem Flughafen wurden wir auch gleich von unserem Reiseleiter erwartet, welcher uns einen klimatisierten Transport in die Kleinstadt Kalutara, etwa 35 Kilometer südlich von Colombo organisierte. Nach etwa zwei Stunden auf holprigen Hauptstrassen erreichten diese schliesslich. Hier befand sich unser Hotel, welches sich mit 5 Sternen schmücken durfte. In der Tat versprach der Reiseanbieter nicht zuviel.

Die Zimmer mit Meersicht waren sehr geräumig und mit allem möglichen Luxus versehen. Auch der Empfang war sehr herzlich und die Anlage liebevoll gepflegt. Die Roomboys erhielten als Begrüssung erstmal ein saftiges Trinkgeld, welches uns im Verlaufe des Urlaubs zusätzliche, fast übertriebene Aufmerksamkeit bescherte.

Gleich am ersten Tag lernten wir Danushka kennen, ein sogenannter Beachboy, der uns viel Interessantes zeigte, und uns auch im späteren Verlauf der Reise des öfteren eine grosse Hilfe war.

 

Die ersten Tage verliefen wie geplant sehr relaxed. Man genoss das Leben am Pool (das Meer war zu dieser Jahreszeit zu aufgewühlt zum Baden) und sättigte sich an den unglaublichen Buffets, welche mit allen erdenklichen Köstlichkeiten aufwarteten. Besonders die einheimische, scharfe Küche genoss ich sehr. Als abstossend konnte allerdings das Essverhalten der Russischen und Englischen Hotelgäste bezeichnet werden, denn diese liessen jeglichen Respekt gegenüber Essen und Kultur des Landes vermissen.

In der ersten Woche lud uns Danushka an eine Familienfeier im kleinen Barackendorf vor den Toren des Hotels ein. Die Musik schallte schon von weit her durch die Gassen, und die Gäste schienen sich zu freuen ausnahmsweise Fremde am Tisch begrüssen zu dürfen. Anscheinend verlaufen sich sonst kaum Touristen in diese etwas düstere Gegend. Wir genossen die Sri Lankische Gastfreundschaft jedoch in vollen Zügen und waren begehrte Gesprächspartner der gut Englisch- und oft sogar Deutsch sprechenden Dorfbewohner.

Am Mittwoch und Donnerstag wurde die Kleinstadt Kalutara erkundet, welche rund 38’000 Einwohner zählt. Neben den Tempeln, Märkten und sonstige interessanten Orten wurde auch die örtliche Stadionlandschaft begutachtet. Von Stadien kann hier allerdings keine Rede sein. Die zwei Fussballplätze besitzen weder Markierungen noch Zäune, und werden von den spielenden Kindern mit Kühen und Ziegen geteilt. Die Fragen nach einem Spielplan der obersten Spielklasse des Landes schien erst ein Ding der Unmöglichkeit. Schliesslich hatten die Einheimischen nur einen Sport im Kopf: Cricket. Dessen Regeln sind für uns etwa so unverständlich wie für die Sri Lanker die Fussballregeln.

Am Sonntag war es dann endlich soweit. Nach verschieden Aussagen Einheimischer sollte am Sonntag irgendwann zwischen 15:00 und 17:00 ein Spiel der Premier League statfinden. Zum Schmunzeln brachte uns der die Antwort von Danushka auf die Frage, wie denn das Stadion heissen würde in dem gespielt werde. „Der Name von dem Stadion ist „Stadium“ meinte er ganz überzeugt.

Gegen Mittag machten wir, das heisst Danushka, sein kleiner Bruder, Pascal und ich, uns auf den Weg in die Hauptstadt. Als Fortbewegungsmittel wählten wir den Zug, welcher für 90 Minuten Fahrzeit mit umgerechnet lediglich 25 Rappen zu Buche schlug. Selbstverständlich übernahmen wir auch die gesamten Reisekosten für unsere Begleiter.

Fussball, Sri Lanka, Premier League, neuer Ground und Länderpunkt
23.09.07 Colombo Air Force – Negombo Jupiters
1:1, (1:0), ca. 200 Zuschauer, Sugathadasa Stadium, Colombo

In Colombo angekommen fuhren wir mit einer der abertausenden Autorikschas, genannt Tuk-Tuk (wohlgemerkt zu fünft mit dem Fahrer!) zum Sugathadasa-Stadium, einem Mehrzweckstadion, in dem die meisten Spiele der Premier League ausgetragen werden. Als wir das Stadion um 15:30 erreichten begann auch gleich das erste Spiel. Es war dies ein Kräftemessen zwischen der Colombo Air Force und den Negombo Jupiters. Wir staunten über den spottbilligen Eintrittspreis von umgerechnet etwa 1 Schweizer Franken, bis wir merkten dass wir die teursten Plätze erstanden hatten. Die Stehplätze hätten sogar nur 20 Rappen gekostet.

Wie erwartet war das Stadion, welches 25’000 Zuschauer fassen würde, nur mit etwa 200 zahlenden Gästen besetzt. Die Leistungen der beiden Teams würde man bei uns im Bereich Feierabendfussball ansiedeln. Für unsere Begleiter war es jedoch das erste Live-Fussballspiel ihres Lebens, grosses Interesse am Geschehen auf dem Platz zeigten sie allerdings nicht.

Das zweite Spiel taten wir uns nicht mehr an, und so ging es den selben Weg wieder zurück nach Kalutara. Bei der Abfahrt des Zuges war es bereits stockdunkel, und unser Wagen wurde von einer einzigen Glühbirne erhellt. Nickt man kurz ein ist es doch eins ehr spezielles Gefühl, wenn man aufwacht und ausser dunklen, aber freundlichen Gesichtern kaum etwas sieht.

Am folgenden Tag hatten wir mit Danushka einen Ausflug in den Süden vereinbart. Pünktlich um 7:00 (nachdem er uns schon vorher angerufen hatte dass wir nicht verschlafen) wurden wir von Ihm und einem Fahrer im klimatisierten Kleinbus abgeholt. Entgegen den vom Reiseveranstalter organisierten Ausflügen hatten wir das Privileg unsere Reiseroute nach unseren Wünschen zu gestalten, da wir bloss zu zweit waren.

Als erstes ging es sogleich auf den Fischmarkt. Ein Mitarbeiter zeigte uns die verschiedensten Fischarten, sowie das Herzstück des Marktes, die grosse Eisfabrik. Die nächsten Stationen bestanden aus dem Kräutergarten (wo wir auch eine herrliche Massage bekamen), der Schildkrötenfarm, einer Mondsteinmine, dem holländischen Fort in Galle und einer Souvenirfabrik. Selbstverständlich wollte man uns überall irgendwelche, zugegeben sehr schöne, Souvenirs verkaufen. Wir liessen uns auch beide zu ein paar Kleinigkeiten hinreissen.

Besonders eindrücklich waren die im Süden noch sehr gut sichtbaren Schäden des Tsunamis vom 26. Dezember 2004. Mit eigenen Augen gesehen wirkt das Ausmass der Zerstörung noch viel grösser als aus dem Fernsehen bekannt. Die Hotels wurden alle wieder renoviert, ebenso wurden zahlreiche Denkmäler aufgebaut. Die Häuser der einfach Bevölkerung sehen allerdings noch genauso aus als wäre der Tsunami gestern gewesen.

In den restlichen Tagen unseres Urlaubs war relaxen angesagt. Wir lernten doch noch ein paar andere Touristen aus Deutschland und England kennen. Insbesondere die Gespräche mit dem Engländer Peter und seiner Frau Carol waren immer ganz unterhaltsam.

Am zweitletzten Tag war es dann soweit: Es war „Poyatag“. Dabei handelt es sich schlicht um den Vollmondtag, an dem das Leben in Sri Lanka jedoch still steht und vor allem kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Peter, den man jeweils um 11:00 mit dem ersten Bier sah, hatte grosse Angst vor diesem Tag. So grosse Angst, dass er jeden Tag die zwei Flaschen Bier aus der Minibar versteckte, damit er auch am Poyatag nicht auf dem Trockenen sitzen musste. Und so kam es, dass er auch an jenem Tag pünktlich um 11:00 mit zwei Flaschen Lion-Bier um die Ecke bog…

Nun neigten sich unsere Ferien dem Ende zu. Am Freitag wurden wir bereits in den frühen Morgenstunden geweckt und zum Flughafen transferiert. Die Rückreise verlief bis auf einige Turbulenzen zwischen Doha und München recht angenehm, und so erreichten wir am frühen Abend wieder Bayerisches Festland. Nach einer kurzen Kaffeepause wurde dann auch noch die letzte Etappe angetreten, und irgendwann nach Mitternacht durfte ich endlich wieder in mein eigenes Bett sinken.

Wer etwas erleben will und eine Reise nach Sri Lanka zum Beispiel mit Badeferien auf den Malediven verbinden will, dem kann ich dies wärmstens empfehlen. Wer allerdings wirklich nur Badeferien machen will, der ist an anderen Orten sicher besser aufgehoben.



Drei Nächte im Sultanat Brunei Darussalam.

20 06 2017

Dass während meiner eineinhalbmonatigen Asienreise der Fussball nicht im Mittelpunkt stand ist kein Geheimnis, doch immerhin sieben Spiele und sieben neue Grounds konnten in der Zeit gekreuzt werden. Drei Spiele davon fanden im Sultanat Brunei Darussalam auf der Insel Borneo statt. Doch der Reihe nach:

Zusammen mit Nancy hatte ich Hin- und Rückflüge mit der guten Malaysia Airlines von Kuala Lumpur aus gebucht, was uns gerade mal etwa 50 CHF pro Person kostete. Ausnahmsweise vom alten Flughafen (daneben dominiert der neue KLIA2 von Air Asia) brachte uns der komfortable Flieger mit voller Verpflegung, Freigepäck und persönlichem Bildschirm nach Brunei Darussalam.

Am Brunei International Airport, dem grössten und für normale Touristen einzig relevanten Flughafen des Landes ging für mich die Einreise recht zügig, ich bekam 90 Tage Aufenthalt in den roten Pass gestempelt. Nancy musste für ihre zwei Wochen 20 Brunei-Dollar (1 BND = 0.70 CHF) bezahlen. Wer für das Visum in Brunei ebenfalls bezahlen muss sollte sich vorher Dollar aus Brunei oder Singapur besorgen, denn der Wechselkurs vor der Immigration ist grottenschlecht und beide Währungen sind untereinander austauschbar.

Brunei Darussalam bedeutet soviel wie „Ort des Friedens“. In der seit 1984 vom Vereinigten Königreich unabhängigen Erbmonarchie leben rund 430’000 Menschen. Die Amtssprache ist malaiisch, als Recht gilt die Scharia.

Fussball, Brunei Darussalam, Premier League, neuer Ground und Länderpunkt
19.05.17 Rimba Star FC – IKLS FC
4:3 (3:1), ca. 50 Zuschauer, Kompleks Sukan Berakas, Bandar Seri Begawan

Nachdem wir unser Gepäck bekommen hatten ging es unmittelbar weiter zum Fussball. Nur 67 Minuten nach der Landung wurde auch schon das erste Spiel angepfiffen. Im Kompleks Sukan Berakas, nur rund 1 Kilometer vom Flughafen entfernt standen sich die beiden Premier League-Kontrahenden Rimba Star FC und IKLS FC gegenüber. Vor rund 50 Zuschauer entschied Rimba Star das Spiel mit 4:3 für sich. Der gegnerische Torhüter hat das 4:3 alleine zu verantworten. Der Eintritt war wie bei allen Spielen der nationalen Ligen frei. Das Stadion, mit Laufbahn und Tribünen auf einer Seite kann man auch als unspektakulär bezeichnen. Der 93. Länderpunkt war somit in der Tasche, da durfte ich mir am Abend doch ruhig ein nichtalkoholisches Malzgetränk gönenn, denn Alkohol gibt es im streng muslimischen Land leider gar keinen.

Nach dem Spiel liefen wir zurück zum Flughafen und liessen uns von unserem gebuchten Hotel kostenlos abholen. Dies klappte leider erst nachdem wir nochmals angerufen hatten. Hotels sind in Brunei eher teuer, so hatten wir für unser „Jubilee Hotel“ im Stadtzentrum rund 170 CHF für 3 Nächte bezahlt. Allerdings gönnten wir uns für einen kleinen Aufpreis die Suite. Diese war auch riesig und bequem, das ganze Hotel steht aber kurz vor einer Renovation und wirkte daher stark abgewohnt.

Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Die möglichen Jugendspiele habe ich Nancy zuliebe grosszügig „übersehen“. Die Hauptstadt Bandar Seri Begawan wurde zuerst zu Fuss, dann auf dem Wasser erkundet. Innert einem Tag kann man hier locker alles wichtige sehen. Zuerst die Waterfront und das Zentrum, dann das Royal Regalia Museum, wo man ziemlich viel Gold zu sehen bekommt. Am Abend buchten wir für 25 BND eine 70-minütige private Bootstour in den Mangrovenwald. Hier bekamen wir zwar einige Nasenaffen und andere Affenarten zu sehen, sie kamen aber nicht wirklich nahe. Am Sultanspalast, welcher über etwa 3’000 Zimmer (!!!) verfügt vorbei, ging es einmal durch Kampung Ayer, der grössten Stelzensiedlung der Welt. Ein grosser Teil des Dorfes wirkt aber verlassen und verfallen. Zu Gefallen wusste das Feuerwehrmagazin von Kampung Ayer, welches aufgrund der vielen Brände leider fleissig genutzt wird.

Inzwischen stellten wir auch fest dass Brunei gar nicht so teuer ist wie man denkt, nur Hotels und wenn nötig Taxis gehen ins Geld. Was man den Wassertaxis bezahlt kommt auf das eigene Verhandlungsgeschick an, eine Mahlzeit gibt es für durchschnittlich 3-5 BND, Getränke kosten um die 0.50 BND, der Stadtbus pro Fahrt 1 BND (auch zum Flughafen).

Am zweitletzten Tag in Brunei wurde noch Mal gegen das runde Leder getreten: Das erste Spiel der Brunei Super League fand im Padang dan balapan, im Schatten des Nationalstadions statt. Zum Stadion brachte uns der Bus, zurück nahm uns ein freundlicher Autofahrer dem wir das Busgeld
gaben.

Fussball, Brunei Darussalam, Super League, neuer Ground
21.05.17 Kota Rangers – Lun Bawang
4:0 (0:0), ca. 70 Zuschauer, Padang dan balapan, Bandar Seri Begawan

In einem todlangweiligen Spiel schlugen die Kota Rangers Lun Bawang gleich mit 4:0. Zuschauer waren rund 70 anwesend. Das eher neue Stadion kann sich aber sehen lassen, die mächtige Tribüne gehört wohl zu den schöneren in Brunei.

Das letzte Spiel sollte das beste und auch erlebnisreichste in diesen 4 Tagen werden: Da der Kompleks Sukan Sungai Kebun auf der anderen Flussseite hinter der Stelzensiedlung Kampung Ayer liegt mussten wir per Wassertaxi dorthin. Die freundliche Hotelrezeptionistin erstellte uns schon einen Notfallplan, falls wir nach Spielende kein Taxi zurück mehr finden würden.

Fussball, Brunei Darussalam, Premier League, neuer Ground
21.05.17 Tabuan Muda B – DSP United
2:5 (0:3), ca. 80 Zuschauer, Kompleks Sukan Sungai Kebun, Bandar Seri Begawan

Nach dem Abendessen fanden wir auch gleich einen vertrauenswürdigen Fährmann der uns für 3 BND übersetzen würde. Da wir noch Zeit und er Hunger hatten fuhren wir vorher den Nachtmarkt ausserhalb der Stadt an. Auf dem Weg dorthin zeigte er uns die Krokodile im Wasser, viel mehr als die reflektierenden Augenpaare konnte man im Dunkeln aber nicht erkennen. Nancy hielt sich per sofort jedoch doppelt so gut fest.

Das Stadion wurde schliesslich über einen Steg erreicht und die rund 80 Zuschauer sorgten über 90 Minuten für gute Stimmung. Die kleinen, aber flinken Jungs von Tabuan Muda B hatten trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd keine Chance gegen die Mannen von DSP United und verloren mit 2:5. Während und nach dem Spiel kam es zu einigen Raufereien unter den Spielern. Da Tabuan Muda A in der Super League und Tabuan Muda B in der Premier League spielt scheint die Super League die oberste Spielklasse zu sein. Das Niveau der Spiele lässt aber das Gegenteil vermuten. Eine ähnlich verwirrende Bezeichnung der obersten 2 Ligen findet man auch in Malaysia. Nach Spielende fanden wir sofort ein Wassertaxi das uns für je 1 BNDzusammen mit 8 anderen Fussballfans zurück ins Zentrum brachte.

Mit eher positiven Eindrücken verliessen wir Brunei Darussalam schliesslich wieder. Wer sich auschliesslich in der Hauptstadt aufhält, dem kann ich 2-3 Nächte durchaus empfehlen. Es gibt jedoch noch die Möglichkeiten in den Regenwald zu fahren, der den grössten Teil des Landes bedeckt. Eine Tour dorthin kann aber schnell das Budget sprengen. Die Einheimischen konnten wir als mehrheitlich freundlich, aber auch zurückhaltend und manchmal auch desinteressiert bezeichnen. Es gibt hier nicht viele Touristen und man ist auch nicht gross auf sie angewiesen, schliesslich ist Brunei eines der reichsten Länder der Welt.



Jahresauftakt in Bayern.

30 01 2017

Da ich momentan sehr viel Zeit in meine Ausbildung zum Lokführer investieren muss bleibt leider wenig Zeit für mein geliebtes Hobby. Da ich aber meinem Kumpel Ralph schon länger versprochen hatte ein Spiel seines Vereins zu besuchen, sobald sie mal an einem Samstag spielen würden konnte ich mich dieses Mal nicht mehr rausreden und fuhr auch ohne eine wirklich berauschende Spielauswahl in Richtung Bayern.

Am frühen Samstagmorgen ging es mit meinem Arbeitgeber auf Schienen nach Zürich, wo ich am Busparkplatz Sihlquai (gleich beim Hauptbahnhof) auf den leider günstigeren (Express 43 Euro return) und schnelleren grünen Flixbus wechselte. Die Fahrt war mit 3 Stunden und 45 Minuten angegeben, was auch tatsächlich fast auf die Minute stimmte (wir waren sogar etwas früher am Ziel). Dank der neuen Dowload-Funktion von Netflix braucht man sich auch keine Sorgen über Langeweile an Bord zu machen, denn das angepriesene Internet von Flixbus funktieniert in der Regel nicht so wie es sollte.

Vom ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) an der Hackerbrücke in München fuhr ich erst einmal mit S- und U-Bahn nach Giesing, wo ich mich mit Stefan traf, den ich in Kuba kennengelernt hatte. Stefan ist passionierter Fan vom TSV 1860 München und da die U23-Mannschaft der Löwen um 14:00 Uhr zu einem Testspiel lud ergab sich eine gute Gelegenheit mal wieder ein paar Bierchen zusammen zu trinken.

Im „Löwenstüberl“, dem Vereinslokal an der Grünwalder Strasse gönnten wir uns dann auch ein deftiges Frühstück. Da Stefan leider zum Anpfiff bereits wieder weiter musste schaute ich mir das Spiel mit ein paar anderen Sechzgern an, welche ebenfalls an unserem Tisch Platz genommen hatten.

Fussball, Deutschland, Testspiel, neuer Ground
21.01.17 TSV 1860 München U23 – TSV Landsberg
4:0 (3:0), 60 Zuschauer, Traingsgelände TSV 1860 München (KR), München

Auf dem Kunstrasenplatz des Trainingsgelände Grünwalder Strasse (nur wenige hundert Meter vom Gelände der verhassten Bayern entfernt) gewann die Jungmannschaft gegen den TSV Landsberg mit 4:0. Etwa 70 Zuschauer verfolgten das Spiel. Einen Ausbau konnte der Platz leider nicht bieten, dafür war aber der Eintritt frei.

Vom Hauptbahnhof brachte mich die Tschechische Bahn nach Freising, eine Universitätsstadt etwas ausserhalb von München. Hier wartete man bereits mit ein Fass Düsseldorfer Altbier auf mich. Klar, Altbier passt nicht nach Bayern, aber da Ralph ursprünglich aus dem Rheinland kommt geht das in Ordnung. Nach einem Teller Nudeln ging es dann auch gleich weiter zum Eishockey.

Eishockey, Deutschland, Landesliga Bayern, neuer Ground
21.01.17 Black Bears Freising – EHC Königsbrunn
1:6 (1:3, 0:2, 0:1), 220 Zuschauer, Eisstadion, Freising

Ralph uns seine Frau Sandra verfolgen jedes Spiel ihres lokalen Vereins Black Bears Freising. Das heutige Heimspiel in der für über 6 Millionen Euro neu errichteten Weihenstephan Arena (Namensgeber ist die älteste Brauerei der Welt) fand gegen den EHC Königsbrunn statt. Das Spiel der Landesliga Bayern ging vor 220 Zuschauern allerdings deutlich verloren.

Nach dem Spiel konnten die Spieler ihren Frust in der Kabine im Altbier ertränken. Wir gesellten uns dazu während das zweite Fässchen geleert wurde. Da ich hundemüde war machte ich mich mit Sandra auf den Weg nach Hause, während der Rest noch bis früh in den Morgen dem Gerstensaft frönte.

Bereits um 7:00 Uhr war für mich Tagwache. Auf demselben Weg und ebenso pünktlich und bequem ging es zurück nach Zürich und von dort nach Hause. Ein lustiges, aber stressiges Wochenende ging zu Ende. Auch wenn die beiden Ground sicherlich keine Highlights waren so konnten doch ein beiden Sportarten die ersten beiden Punkte des noch jungen Jahres eingefahren werden.



FC La Sarraz-Eclépens – FC Bulle.

26 04 2016

Fussball, Schweiz, 2. Liga interregional, neuer Ground
24.04.16 FC La Sarraz-Eclépens – FC Bulle
0:1 (0:0), ca. 350 Zuschauer, Terrain de La Sarraz – En Gravey, La Sarraz

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