Myanmar – Taiwan U23.

14 04 2015

Fussball, Taiwan, AFC U23 Championship Quali, neuer Ground
27.03.15 Myanmar – Taiwan
3:0 (1:0), 3’095 Zuschauer, National Stadium, Kaohsiung

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Über Taichung zurück nach Taipeh.

23 11 2014

Auf dem Weg zurück nach Taipeh stoppte ich kurz in Taichung. Hier sollte ich mich mit Jason den ich vom letzten Jahr kennte treffen und mit ihm zusammen ein Fussballspiel besuchen. Leider tauchte er massiv zu spät am Bahnhof auf und wir verpassten das Spiel. Wir gönnten uns einen sehr speziellen salzigen Tee zu seinem Geburtstag und schon sass ich wieder im Zug.

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In Taipeh verbrachte ich die erste Nacht bei der Familie von „Butter“. Sie war eine der Helferinnen im Hostel in Dulan und lud mich ein bei ihrer Familie zu wohnen. Am Abend besuchten wir alle zusammen einen Flohmarkt und am Tag darauf wurde ich zu einem Picknick auf dem Gelände ihrer Universität eingeladen. Wir machten auch einen Ausflug nach Yingge, der Töpferstadt etwas ausserhalb von Taipeh. Hier durfte ich gar an einem kurzen Töpferkurs teilnehmen.

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Die letzten 2 Nächte verbrachte ich wieder bei Tina im „On my way Hostel“ in Beitou. Endlich war auch etwas Passivsport angesagt. In der Nebenhalle der Tapei Arena fand ein Spiel der Taipei Ice Hockey League statt. Das Spiel vor rund 50 Zuschauern war ganz ansehnlich und etwas Abkühlung war auch nicht verkehrt.

Eishockey, Taiwan, Taipei Ice Hockey League, neuer Ground und Länderpunkt
14.09.14 THOR – Typhoon
1:9 (1:4, 0:4, 0:1), ca. 50 Zuschauer, Taipei Arena Ice Land, Taipei

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Am letzten Abend luden mich Tina, Emily und Margaret zu einem Essen in ein berühmtes Restaurant ein. Dieses trug zwar den Namen „Blé d’Or“, erinnerte aber eher an das Hofbräuhaus in München. Es gab eigenes Bier im Fass oder in der Mass und das Personal trug Lederhosen und Dirndl. Die Speisekarte bot aber einen bunten Mix aus aller Welt.

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Nach rund 2 1/2 Wochen musste ich bereist wieder zum Flughafen fahren. Bei meinem ersten Besuch gefiel mir Taiwan sehr gut. Nun habe ich mich endgültig in dieses Land verliebt (nicht nur in das Land). Im März nächsten Jahres werde ich bestimmt für längere Zeit zurückehren. Doch nun hiess es erst einmal „See you, Taiwan!“.

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6 Tage in der Hafenstadt Kaohsiung.

23 11 2014

Von Taitung ging es mit dem Zug an die Westküste nach Kaohsiung, der mit 2.7 Millionen Einwohner zweitgrössten Stadt des Landes. Viele andere Reisende und auch Einheimische meinten Kaohsiung sei eher langweilig, mir hat die Stadt aber äusserst gut gefallen. Sicher nicht zuletzt lag dies an Nancy, welche mich während den kommenden 6 Tagen in ihrer Heimatstadt herumführte.

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Die Nächte verbrachte ich im ruhigen Cozy Planet Hostel nahe des Central Parks, wo ich den Schlafsaal an 4 von 5 Nächten für mich alleine hatte. Den ersten Abend spazierte ich alleine in der Gegend herum. Es war der Abend des „Mid Autumn Festival“, welcher in Taiwan mit Feuerwerken, Barbecues und dem Bemalen von Pomelos (Früchten) gefeiert wird.

Am ersten Tag zeigte mir Nancy die Gegend um ihre Universität und das Eisenbahnmuseum. Am Abend schauten wir uns den wunderschönen Sonnenuntergang am Hafen an. In Taiwan geht man nicht ins Bett ohne einen Nachtmarkt besucht zu haben. Dies taten wir dann auch und entdeckten einige unbekannte Köstlichkeiten.

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Die folgenden Tage schlief ich jeweils bis um 9:00 und traf mich anschliessend mit Nancy and der angeblich schönsten U-Bahn-Station der Welt, der Formosa Boulevard Station. Wir waren jeweils bis spät in den Abend unterwegs und erkundeten Kaohsiung ausgiebig. Ein Geheimtipp ist sicher das Airport Café, welches gegenüber des Flughafen liegt. Neben einigen Tieren in einem kleinen Zoo kann man hier die startenden Flugzeuge aus nächster Nähe beobachten.

Auch der Lotus-Teich mit seine zwei Türmen, das imposante World Games Stadium, das Love Pier, der Love River, das Kunstmuseum, mehrere Malls, ein Kino, ein Vergnügunspark und natürlich die kleine Insel Cijin Island wurden von uns besucht. Um nach Cijin Island zu gelangen mietet man sich am besten bereits an der MRT-Station ein Fahrrad. Mit diesem kann man dann direkt auf die Fähre fahren welche einen in wenigen Minuten auf die Insel bringt. Dort gibt es auch einige Badestrände und seit dem Taifun im Juli auch ein Schiffswrack zu bestaunen.

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Kulinarisch gönnten wir uns die ganze Palette, von Nachtmarkt über Sushi und Hot Pot bis hin zu einem eleganten thailändischen Essen. Nancy kannte auch einige gute Dessertläden.

Nach 6 Tagen hiess es dann leider Abschied nehmen. Ein Wiedersehen im März ist aber schon fest eingeplant. Nun blieb noch ein kurzer Stopp bevor die Rundreise zu Ende ging.



Zurück im Hippiedörfchen Dulan.

8 11 2014

Mit Umsteigen in Taitung kam ich am frühen Nachmittag im kleinen Hippiedörfchen Dulan an. Carol und Nadia hatten bereits Minuten zuvor in unserem kleinen Dreierzimmer im gemütlichen Tangerine House eingecheckt und erholten sich von ihrer zermürbenden Reise auf dem Roller. Am Tangerine House gab es etwas sehr ungewöhnliches zu erwähnen: Der Besitzer ermöglicht Jugendlichen hier während dem Sommer zu arbeiten. Allerdings kann er offenbar nicht nein sagen, weshalb es 3 Mal so viele Helfer wie Gäste gab, nämlich 18!

Am ersten Abend feierte eine der Helferinnen Geburtstag und es wurden zwei leckere Torten serviert, von denen wir auch ein Stück bekamen. Danach besuchten wir ein anderes Hostel, in welchem Ayumi, eine Japanerin welche ich vom letzten Mal kannte ihre Piano-Künste zum Besten gab.

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Am nächsten Tag machten wir uns früh auf zum „Moonlight Inn“, einem Aussichtspunkt hoch über Dulan. Dort oben gibt es auch ein altes Haus in dem viele berühmte, taiwanesische Liebesschnulzen gedreht wurden. das Café ist leider sehr teuer, doch der Milchtee schmeckt einfach grossartig. Etwa 2 Stunden dauerte der Aufstieg bei sengender Hitze. Zudem verpassten wir eine Abzweigung da ein Wegweiser mit Pflanzen überwuchert war. Der unglaubliche Ausblick über den Ozean entschädigte aber für alle Strapazen. Hinunter ging es dann per Autostopp, was in Taiwan sehr einfach ist. Am Nachmittag besuchten wir den Strand, wo sich viele Surfer tummeln.

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Nach einem leckeren Kuchen in einem französischen Café (in Dulan leben viele europäische Aussteiger) war dann Party in der stillgelegten Sugar Factory angesagt. Erst spielte eine gute Live Band, doch dann wurde ein Dokumentarfilm eines Locals gezeigt was die Stimmung etwas drückte. Im Anschluss gab es dann doch noch einmal Musik und wir feierten bis in die Morgenstunden. Während Nadia es sogar schaffte den Sonnenaufgang am Strand zu bestaunen hatte Carol wohl einige Biere zu viel erwischt und jammerte den ganzen Morgen. Gegen Mittag trennten wir uns schliesslich und ich streckte mal wieder den Daumen raus um nach Taitung zu gelangen.

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Weiter entlang der Ostküste: Wiedersehen in Hualien.

8 11 2014

Zusammen mit Nancy fuhr ich zum Hauptbahnhof wo sich unsere Wege vorerst trennten. Innert kürzester Zeit hatte ich ein Busticket nach Luodong in den Händen und konnte auch gleich den Bus besteigen. Innert weniger als einer Stunde erreichte ich das kleine Städtchen in Yilan County und wechselte gleich auf den Zug nach Hualien. Diese Verbindung kannte ich bereits vom letzten Mal, doch dieses Mal machte ich nicht wieder den Fehler in den langsamen und unbequemen Regionalzug einzusteigen sondern gönnte mir den Expresszug.

In Hualien angekommen war das Ziel klar: Es ging ins Journey Hostel, wo mich Nita, welche das Hostel mit ihrem Bruder Charly und dessen Freundin betreibt bereits erwartete. Da es im Inneren des Hostels einen kleinen Teich gibt wo eine der in Taiwan äusserst populären gelben Badeenten einsam ihre Runden dreht brachte ich als Gastgeschenk eine rote Badeente mit Schweizerkreuz mit. Für Charly, der leidenschaftlich Drinks aus aller Welt sammelt gab es eine Flasche Willisauer Kirsch. Leider stiess er erst am späten Abend zu uns, doch dann wurden wir gleich mit einigen Gläsern aus seiner Schnapssammlung verrwöhnt. Ausserdem wurden wir mit einer „Ice Bucket Challenge“ eines Gastes unterhalten.

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Dieses Mal blieb ich 2 Tage in Hualien. Das Highlight, die Tarokko-Schlucht hatte ich bereits letztes Jahr besucht. Zusammen mit der Taiwanesin Carol und der US-Amerikanerin Nadia machten wir uns am nächsten Tag per Roller auf zu einem Fluss in den Hügeln um uns ein wneig abzukühlen. Man musste teilweise ganz schön klettern um zu den Badelöchern zu gelangen. Auch ein kostenloses Permit mussten wir bei einem Checkpoint beantragen, doch in Taiwan bekommt man solche Sachen noch ohne mit einem Lächeln zurück. Hierbei ging es ohnehin nur um unsere Sicherheit, da der unscheinbare Fluss bei Regen innert Minuten zu einem reissenden Strom ansteigen kann.

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Am Abend spazierten wir durch die Innenstadt Hualiens. Da sich die Mädels fürs Abendessen nicht zwischen Sushi und Hot Pot entscheiden konnten assen wir im Laufe des Abend eben Beides. So langsam entwickelt sich Sushi zu einem meiner Lieblingsessen (solang es frisch ist wie hier in Taiwan) und als Neuentdeckung des Tages gab es zum Hot Pot eingedicktes Hühnerblut.

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Eigentlich wollte ich dieses Mal ja etwas mehr noch unbekannte Orte in Taiwan entdecken, doch auch nach Hualien verlief meine Route vorerst wie gewohnt. Bereits am ersten Abend überredeten mich die Mädels für 2 Tage mit hnen weiterzuziehen. So ging es also weiter der Küste entlang, ich per Zug und Bus, die Mädels per Roller. Eins kann ich vorneweg sagen: Ich hatte die weitaus entspanntere Reise.



Rückkehr nach Taiwan: Taipeh (Beitou, Dadaocheng und Tamsui).

7 10 2014

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her seit ich während meiner letzten Asienreise in Taiwan war. Damals hat mir der Inselstaat im ostchinesischen Meer so gut gefallen dass ich schon damals wusste dass ich zurückkehren würde. Während meiner Rundreise hatte ich viele Freunde gewonnen und nun war es an der Zeit diese wieder einmal zu besuchen.

Bereits im Frühling stiess ich auf ein Angebot von Emirates, welche Taiwan inklusive Stopover in Dubai für nicht einmal 780 CHF anboten. Da ich seit Januar keinen Urlaub mehr hatte und die Situation in der Firma momentan eher mühsam ist konnte ich es kaum erwarten endlich wieder in den Flieger zu steigen. Dieser, ein Airbus A380, hob dann auch pünktlich am Samstagnachmittag am Flughafen Zürich ab. Nach einem fast 5-stündigen Aufenthalt und einer kostenlosen Transitmahlzeit in Buffetform ging es mit einer deutlich lauteren Boeing 777 weiter nach Taipeh. Genauer nach Taoyuan, der Stadt in welcher der grösste Flughafen des Landes liegt.

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Die visumfreie Einreise klappte dieses mal ziemlich schnell und der Bus nach Taipeh (90 NT, 1 CHF = ca. 30 NT) liess auch nicht lange auf sich warten. Am Hauptbahnhof von Taipeh warteten bereits Tina und James auf mich. Die beiden hatte ich letztes Jahr in einem Hostel in Tainan kennengelernt. Tina arbeitet inzwischen in einem Hostel in Taipeh im Stadtteil Beitou, wo sie mir auch ein superbequemes Bett für 3 Nächte reservierte (550 NT pro Nacht).

Gleich nach der Ankunft wurden die ersten Bekanntschaften geschlossen und mit den meist einheimischen oder aus Hong Kong stammenden Gästen die ersten Taiwan-Biere getrunken. Nach einer geruhsamen Nacht und einem leckeren Frühstück machten Tina, Namo und ich uns auf den historischen Stadtteil Dadaocheng zu erkunden. In der alten Handelsstrasse wurden wir auch gleich von einem Ladenbesitzer zu einem Tee nach dem Anderen eingeladen. Darunter befanden sich auch einige sehr teure Sorten aus dem Alishan-Gebiet. Gegessen wurde landestypisch an einer der vielen Strassenküchen und zum Dessert gab es süssen Tofu mit Eis.

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Zum Dinner war dann die Fuqi-Hostel-Reunion angesagt. Wir trafen uns mit Emily, Margrit und ihrem Freund in einem edlen Fischrestaurant direkt im Fischmarkt von Taipeh. Obwohl ich kein grosser Fischesser bin kann ich dieses Restaurant jedem empfehlen. Besonders gefreut hatte ich mich über den Besuch von Emily. Sie reiste etwa 2 Stunden aus einer Provinzstadt an und blieb sogar eine Nacht im Hostel nur um mich zu sehen. Ausserdem brachte sie mir sehr berühmte Ananasküchlein mit für die man in der Regel über eine Stunde ansteht.

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Am Dienstag durfte ich wieder einmal meine berühmten Pancakes für die restlichen Hostelgäste zubereiten. Danach schlenderte ich zusammen mit Tina und Nancy durch den Stadtteil Beitou. Dieser ist für seine heissen Quellen berühmt. Im Thermal Valley befindet sich ein See in dem die Wassertemperatur über 90° beträgt. Auch der Fluss der durch das Tal fliesst ist äusserst heiss. Bei einem Fussbad schaffte ich es einmal mehr eine Kamera zu baden. Nun wird halt für den Rest der Reise ohne Display fotografiert.

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Gegen Abend schauten wir uns noch den romantischen Sonnenuntergang am Ufer das Tamsui-Flusses an. Nach Einrbruch der Dunkelheit kann man sich dort an unzähligen Essensständen verköstigen, Strassenkünstlern zusehen und jeglichen Ramsch kaufen.

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Der Mittwoch begann mit einem Bummel über den Morgenmarkt in Beitou, danach hiess es auch schon (vorübergehend) Abschied nehmen. Per Bus und Zug ging es weiter an die Ostküste.



Die letzten Tage in Taiwan: Taichung, Hsinchu und Taoyuan.

9 11 2013

Von Tainan machte ich mich auf den Weg nach Taichung. Erst einmal alleine, da Lisa Tags zuvor noch den Sonnenaufgang am Alishan sehen wollte. Mir war das aber zu kalt und zu anstrengend für nur 1 Tag. Ich checkte also schon mal in unserem Privat-Dorm ein und holte ein wenig Schlaf nach. Gegen Abend gesellte sich Lisa dann dazu und wir gönnten uns ein edles Abendessen in der Mall.

Es war zudem der 31. Oktober, also Halloween. Dieser irische (und nicht amerikanische) Brauch wird auch in Taiwan gefeiert, jedoch mit einem kleinen Unterschied: Hier sind die Kinder meistens mit ihren Kindergartenklassen verkleidet auf de Strassen unterwegs. Es wird jedoch nicht um Süsses gebettelt sondern die Kinder haben alle einen Korb mit Süssigkeiten dabei, welche sie an die Erwachsenen verteilen.

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Am nächsten stiess Cindy, eine chinesische Freundin von Lisa auch noch dazu und wir fuhren zusammen nach Lugang, einem historischen Städtchen etwas ausserhalb von Taichung. Hier strömen die fast ausschliesslich chinesischen Touristen in die schmalen Gassen und fotografieren so ziemlich alles was man fotografieren kann. Mir hat insbesondere der Spezialitätenmarkt gefallen. Mein Highlight: Süsse Küchlein aus Reispulver die gedämpft statt gebacken werden. Ein Traum!

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Da die Zeit für einen Ausflug auf eine bekannte Farm zu knapp wurde fuhren wir nach Hsinchu. Ich buchte für 1’500NT ein Dreierzimmer und die Mädels waren begeistert weil sie wohl noch nie in so einem schönen Zimmer übernachtet haben. Es handelte sich um ein Themenhotel. Das Thema unseres Zimmers war Tennis. Etwas irritierend war es dann schon dass im Zimer nichts auf Tennis hinwies, dafür aber die Decke verspiegelt war und im Raum ein grosser Gynäkologenstuhl herumstand.

Dass es Leute gibt die sich ständig Fussballstadien anschauen sollte allen Lesern dieses Blogs bekannt sein. Lisa und Cindy schauen sich überall die Universitäten an (die zum Glück auch immer über ein Stadion verfügen). Und so kam es dass wir am Abend dann gleich zwei Universitäten in Hsinchu besuchten und uns danach am Nachtmarkt verpflegten.

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Am nächsten Tag hiess es endgültig Abschied nehmen. Zusammen fuhren wir noch mit dem Zug Richtung Taipeh. Ich stieg aber bereits in Taouyuan, der Flughafenstadt aus. Da mein Flug um 6:10 Uhr am nächsten Tag ging wollte ich nicht zu weit vom Flughafen entfernt übernachten. Ausserdem hatte ich vor mir die riesige gelbe Badeente anzusehen, welche hier gerade abertausende von Touristen anzieht. Leider ist sie 2 Tage zuvor kaputt gegangen und wurde durch eine Kopie ersetzt. Da ich aber ohnehin zu spät dran war muste ich leider auf „Yellow Duck“ verzichten.

Um 2:30 Uhr (!!!) wartete der Hostelbesitzer doch tatsächlich bereits mit einem Frühstück auf mich in der Lobby. Soviel zum Thema taiwanesische Gastfreundlichkeit. Es gab sogar selbstgebackenes Schokoladenbrot. Er bestellte mir ein Taxi und ich fuhr zum Flughafen. Dass ich dort heil ankam grenzte an ein Wunder, ist der total übermüdete Taxifahrer doch zwei Mal während der Fahrt eingenickt. Da er auf der Autobahn keine 50 km/h fuhr ist aber nichts passiert.

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Der Flughafen TPE verfügt über Warteräume mit verschiedenen Themen. Die beliebteste scheint ohne Zweifel die Hello Kitty-Lounge zu sein. Die einheimische Airline Eva Air verfügt sogar über mindestens eine Boeing 747 die komplett auf das süsse, japanische Kätzchen ausgerichtet ist. Ich flog aber erneut mit Cathay Pacific, welche auch in der Economy Class sehr angenehm ist. In Hong Kong musste ich kurz umsteigen und schon war ein neues, von mir bisher zwar bereits zwei mal besuchtes aber doch noch unbekanntes Land an der Reihe.



Gaumenfreuden und tolle Leute in Tainan.

5 11 2013

Von der Ostküste fuhr ich per Zug erst einmal an die Westküste. Die zweitgrösste Stadt des Landes, Kaohsiung, besuchte ich nur um den Zug zu wechseln. In Tainan angekommen suchte ich erst einmal das online gebuchte FuQi Hostel. Ich wusste gleich bei der herzlichen Begrüssung durch Jason und Tina dass ich mich hier wohlfühlen würde. Als erstes war wieder mal eine Ladung Wäsche angesagt. Leider vergass ich dabei meine Kamera in der Hostentasche, welche schliesslich rund 20 Minten lang ihre Runden in der Waschmaschine drehte. Das sie dies nicht überlebt hat ist wohl klar und so suchte ich am nächsten Tag erst einmal ein Kamerafachgeschäft auf.

Tainan, die frühere Hauptstadt des Landes hat enorm viele historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Per Stadtbus fuhr ich am Samstag nach Anping, dem alten Teil von Tainan. Hier fand rund um das von de Holländern erbaute Fort Zeelandia ein riesiger Markt statt. Es ist unglaublich was es hier alles für kuriose Spezialitäten gibt. Vieles kann man kostenlos probieren, anderes gab es für wenig Geld häppchenweise. Nur das Austernomelett hat mir weniger geschmeckt.

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Inzwischen wurden die Leute im FuQi Hostel zu einer Art Familie und man fragte mich ob ich für das Hostel als Hauptdarsteller iin einem Werbefilm fungieren würde. Ich sagte zu und hatte einen Tag lang ein professionelles Kamerateam um mich herum. Am Sonntag wurde gekocht: In einem eher teuren Supermarkt besorgte ich Schweizer Lindt-Schokolade und zeigte den Taiwanesen wie man ein Mousse au Chocolat in der Hostelküche zubereitet. Aus dem Rest der Schoggi stellte ich eine Pralinenmasse her und liess die Mädels ihre eigenen Pralinen herstellen. Die hatten sichtlich Freude daran.

Fussball, Taiwan, Intercity Football League, neuer Ground und Länderpunkt
27.10.13 Taiwan Power Company FC – Taichung City Dragon FC
0:1 (0:0), ca. 200 Zuschauer, Tainan Football Field, Tainan

Bevor es am Abend ein leckeres Festessen im Hostel gab fuhr mich Echo zum Fussballstadion. Leider ist Fussball in Taiwan nicht wirklich populär und so kam es dass sich gerade mal 200 Zuschauer zum Spiel der obersten Liga zwischen dem Taiwan Power Company FC und dem Taichung City Dragon FC im Tainan Football Field einfanden. Im Anschluss fand direkt daneben ein Baseballspiel statt welches geschätze 10’000 Zuschauer anlockte.

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Auch am nächsten Morgen stand ich wieder in der Küche und bereitete Pancakes zu, welche sämtlichen Hostelgästen offensichtlich geschmeckt haben. Man wollte am Tag darauf nämlich gleich wieder welche und nachdem ich das Rezept weitergab wird es diese im FuQi Hostel nun wohl regelmässig geben.

Am Montag fuhr ich zusammen mit Echo, Tina und Fabian nach Guanziling, einem Ort der für seine heissen Quellen berühmt ist-. Wir entschieden uns für ein Hotel in dem wir zuerst lecker bekocht wurden, anschliessend die Quellen und das Schlammbad nutzen durften und zum Abschluss einen Drink bekammen. Die Definition von Orangensaft scheint in Taiwan aber eine andere zu sein als bei uns.

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Insgesamt bin ich genau 1 Woche in Tainan hängengeblieben. Die letzten Tage verbrachte ich mit den Chinesinnen Lisa und Margaret sowie dem Deutschen Fabian. Wir fuhren nochmals nach Anping, schauten uns den Konfuziustempel an (wird total überbewertet) und freuten uns über die Lichtshow am Chihkan Tower. Den Sonnenuntergang in Anping haben wir leider knapp verpasst, doch reichten die letzten Strahlen gerade noch aus um den Strand zu geniessen.

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Am letzten Morgen wurde ich von den Tina schon um 6:00 Uhr geweckt. Man wollte unbedingt dass ich eine berühmte Rindfleischsuppe probiere, welche es nur frühmorgen gibt und für die die Leute Schlange stehen. Gut war sie ja, aber deswegen so früh aufstehen hätte nicht sein müssen.

Nachdem ich mich schweren Herzens von allen verabschiedet hatte reiste ich mit Lisa zusammen weiter.



Hualien, Taroko-Nationalpark und Dulan.

30 10 2013

Inzwischen weile ich schon fast 2 Wochen in Taiwan und kann über diese wunderschöne Land und vor allem über seine Einwohner nur Gutes berichten. Als Tourist gehört man hier zu einer äusserst raren Spezie und die Einheimischen behandeln einen sehr freundlich und zuvorkommend. Man wird ständig eingeladen und dies im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ohne jeglichen finanziellen Hintergedanken. Auch wird der Tourist nicht an jeder Ecke abgezockt und beschissen. Hier zahlt jeder den gleichen Preis und Eintritt oder Gebühren werden ohnehin selten verlangt. Das Taiwan eines der sichersten Reiseländer überhaupt ist setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Aber auch untereinander gehen die Taiwanesen äusserst höflich und respektvoll miteinander um. Wenn die U-Bahn anrollt steht man schön in einer Schlange und wartet bis alle ausgestiegen sind. Ist man krank trägt man einen Mundschutz um ja niemanden anzustecken und einen Streit oder dass jemand laut wird habe ich bisher noch nirgends gesehen. Es ist auch üblich dass man auf der Strass einfach mit jedem ein Gespräch beginnt und das Austauschen von Visitenkarten gehört hier zum guten Ton.

Nach Taipeh checkte ich im relativ neuen und sehr sauberen Journey Hostel in Hualien (Dorm 400NT) ein. Kurz darauf gesellte sich die Österreicherin Michi dazu und zusammen mit zwei Taiwanesen sassen wir wenig später in einem edlen Restaurant bei einem gemütlichen Hot Pot-Essen (Festessen mit Bier ca. 350NT). Schliesslich hatten wir ja meinen 31. Jahrestag zu feiern. Das Fleisch konnte übrigens mit gutem Gewissen gegessen werden, stammte es doch laut Speisekarte von glücklichen Schweinen die in natürlicher Umgebung aufgewachsen sind und Musik hören konnten.

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Am nächsten Tag mieteten wir zu viert zwei Scooter (350NT + 100NT Benzin pro Scooter) und fuhren entlang der wunderschönen Küstenstrasse in den Taroko-Nationalpark, wo eine kurvernreiche Bergstrasse durch die spektakuläre Schlucht führt. Leider waren die heissen Quellen die wir besuchen wollten nach einem Felssturz immer noch gesperrt. Spektakulär war auch die Fahrt vorbei am Flughafen. An einer Kreuzung donnerten plötzlich 2 Kampfjets nur wenige Meter über unseren Köpfen durch.

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Die Zeit in Hualien verging wie im Flug und schon bald sass ich mit Michi im Zug nach Taitung. Mit dem Schulbus ging es weiter ins kleine Kaff Dulan. Dulan heisst übersetzt soviel wie „Du bist ein Arschloch“, weshalb vor allem Schüler Freude an den örtlichen Souvenirs haben.

In Dulan war wirklich nicht viel los, auch die Strände eignen sich aufgrund der hohen Wellen nicht wirklich zum Baden, doch die Landschaft ist wunderschön und mit dem Fahrrad liess sich die Gegend etwas erkunden. Das touristische Highlight von Dulan ist das hinauffliessende Wasser, eine optische Täuschung welche vor allem die einheimischen Touristen ins Staunen versetzt.

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Von Dulan fuhr ich alleine weiter nach Tainan. Michi meinte schon dass mir die Stadt gefallen würde, wie gut wusste ich damals noch nicht.



Ankunft in Taiwan: Taipeh.

21 10 2013

Nach 4 mehr oder weniger schlaflosen Nächten in Causeway Bay sowie 2 Fussball- und einem Eishockeyspiel hiess es am Donnerstag Abschied nehmen von Hong Kong. Allerdings nicht für allzulange Zeit, denn immerhin der Flughafen wird auf dieser Reise noch 2 Mal angesteuert.

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Zu ebendiesem machte ich mich am frühen Morgen auf. Ohne Frühstück, denn ausnahmsweise stand ein Business Class-Flug auf dem Programm. Diesen buchte ich mit Britsih Airways-Meilen bei Cathay Pacific, einer der besseren Airlines. Dazu gabs natürlich eine Einladung in die Lounge, angeblich eine der besten der Welt. Hungern musste ich wahrlich nicht und auch die Auswahl an frischen Säften und Drinks war genial. Der Flug war dank Liegesessel, grossem Bildschirm und exquisitem Essen äusserst angenehm und schon fast zu kurz.

Entspannt erreichte ich nach 2 Stunden den Flughafen von Taipeh, der eigentlich in der Stadt Taoyuan liegt. Die visumsfreie Einreise dauerte gut eine halbe Stunde und noch einmal solange musste ich auf den Bus warten der mich ins Nangang-Viertel brachte. Hier bezog ich für 2 Nächte das äusserst empfehlenswerte Hostel May Rooms und holte endlich massiv Schlaf nach.

Taiwan heisst offiziell Republik China. Die Volksrepublik China (das „grosse“ China) beruft sich in ihrem Anspruch auf Taiwan auf die Kairoer Erklärung von 1943. Obwohl diese Erklärung keine völkerrechtlich bindende Wirkung hat, haben die pekinger Machthaber Taiwan durch diplomatischen Druck international weitgehend isoliert. Nur 23 Staaten erkennen Taiwan diplomatisch an. Nach wie vor ist Taiwan von über 1’000 chinesischen Mitttelstreckenraketen bedroht, kann aber im Angriffsfall mit der Unterstützung der USA rechnen.

Die Hauptstadt Taipeh bietet nicht unbedingt eine riesige Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Die bekannteste ist sicher das bis 2007 höchste Gebäude der Welt, der 509 Meter hohe Taipei 101. Für 500 neue taiwanesische Dollar (NT, 1 CHF = ca. 31 NT) erstand ich ein Ticket für die Aussichtsplattform im 89. Stock (die etwas höhere Aussenplattform war leider geschlossen). Innert ca. 30 (!!!) Sekunden wurden 84 Stockwerke im schnellsten Aufzug der Welt zurückgelegt. 1’010 Meter pro Minute schafft dieser. Hinunter geht es etwas lansgamer.

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Im 89. Stock gab es nicht zuletzt durch den sehr interessante Audioguide viel wissenswertes zu erfahren. Die Aussicht war bei Nacht nicht so wahnsinnig spektakulär, ich empfehle einen Besuch bei Tageslicht. Spektakulär war aber die 660 Tonnen schwere Stahlkugel zwischen dem 88. und 89. Stock, welches Schwingungen dämpfen soll.

Ebenfalls sehenswert ist die Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle, welche an den Mann erinnert, welcher jahrzehntelang das Schicksal Taiwans bestimmte. Zum Gebäudekomplex gehören auch ein Theater und eine Konzerthalle im chinesischen Palaststil. Im Inneren der Gedächtnishalle befindet sich eine Statue und im unteren Stockwerk eine Sammelsurium aus Läden, Ausstellungen und sogar einer Poststelle.

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An meinem Geburtstag lud die Familie die das Hostel betreibt alle Gäste zu einem Ausflug auf eine Teeplantage in den Nangang-Bergen ein. Lediglich total 30 NT für den Bus waren fälllig, für die Verpflegung sorgte der Hostelbesitzer und für Tee war ohnehin reichlich gesorgt. Da auf der Plantage eine Art Markt stattfand waren wir bei weitem nicht die einzigen Gäste, trotzdem nahm man sich Zeit mit uns eine traditionelle Teezeremonie abzuhalten und erklärte uns wie der Tee getrocknet wird.

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Spontan wollte ich nochmals eine Nacht verlängern, doch leider war das Hostel bereits ausgebucht. So nahm ich schliesslich erst den topmodernen und mit Wifi und Bordunterhaltung ausgestatteten Bus (110 NT) nach Luodong, wo ich auf den Bummelzug (130 NT) nach Hualien wechselte. Die Küstenstadt Hualien erreichte ich schliesslich nach Anbruch der Dunkelheit und nach ein wenig Suchen fand ich auch das gemütliche und supersaubere Journey Hostel, in dem ich gerade diesen Blogeintrag schreibe.